Hartz4 in Thüringen: In DIESER Stadt lebt jedes fünfte Kind unter der Armutsgrenze

In Thüringen lebt jedes zehnte Kind von Hartz4. (Symbolbild)
In Thüringen lebt jedes zehnte Kind von Hartz4. (Symbolbild)
Foto: dpa

Jedes zehnte Kind lebt in Thüringen von Hartz4. Zwar ist die Zahl trotz der Corona-Pandemie sogar gesunken im Vergleich zum Vorjahr, dennoch bleibt sie erschreckend hoch.

Ende 2020 gab es in Thüringen 38.088 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, deren Familien Hartz4 bezogen haben.

In dieser Stadt in Thüringen lebt jedes fünfte Kind von Hartz4

In einer Stadt ist es sogar jedes fünfte Kind, das unter der Armutsgrenze lebt.

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Dabei handelt es sich um Gera! Hier ist die Quote mit 21,2 Prozent am höchsten, wo somit mehr als jedes fünfte Kind in einer Hartz4-Familie aufwächst.

Zahlen sind sogar gesunken im Vergleich zum Vorjahr

In Thüringen waren den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 10,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen auf Hartz4 angewiesen. Ein Jahr zuvor waren es noch 11,2 Prozent. Gesunken ist 2020 auch die Zahl ausländischer Kinder und Jugendlicher unter 18 Jahren in Hartz4-Haushalten.

Sie verringerte sich den Angaben zufolge um knapp sechs Prozent auf 10.610 Kinder. Das zeige, dass die Integrationsbemühungen Wirkungen zeigten.

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Trend ist eher rückläufig

Damit setze sich der rückläufige Trend der vergangenen Jahre im Freistaat fort. Die Entwicklung sei auf die demografische Lage in Thüringen zurückzuführen. Die steigende Zahl der älteren Grundsicherungsempfänger führe dazu, dass es immer weniger Kinder in Bedarfsgemeinschaften gebe, hieß es. Entlastend wirke zudem die stabile wirtschaftliche Lage der vergangenen Jahre.

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Die Corona-Krise habe die positive Entwicklung zeitweise abgebremst. Es gebe aber Hinweise darauf, dass sich die Situation von Familien, die im Krisenjahr 2020 vorübergehend durch Kurzarbeit oder Wegfall der Selbstständigkeit in Not geraten seien, zwischenzeitlich verbessert habe.

Betroffen blieben weiterhin vor allem diejenigen Familien, deren Situation bereits vor der Pandemie wegen niedriger Einkommen oder Arbeitslosigkeit schwierig gewesen sei. (fb/dpa)