Bodo Ramelow mit knallharter Ansage – „Davor kann man sich nicht drücken“

Bodo Ramelow hat jetzt deutliche Worte zu einem wichtigen Thema gefunden. (Archivbild)
Bodo Ramelow hat jetzt deutliche Worte zu einem wichtigen Thema gefunden. (Archivbild)
Foto: IMAGO / Political-Moments

Bodo Ramelow nimmt kein Blatt vor den Mund – und hat jetzt eine klare Forderung gestellt!

In der jüngsten Diskussion um Rechtsextremismus in Deutschland regt Bodo Ramelow eine gesamtdeutsche Debatte an – und betont, dass es ein Thema gibt, vor dem man sich „nicht drücken kann“.

Bodo Ramelow mit deutlichen Worten

„Man kann sich im Westen nicht zurücklehnen und sagen: Die Ostdeutschen wählen doof“, sagte der Linke-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Es gebe da aber ein Thema, „davor kann man sich nicht drücken“. So habe bereits der erste sogenannte Thüringen-Monitor vor 20 Jahren „sichtbar gemacht, dass 25 Prozent der Befragten eine gewisse Diktatur-Affinität hatten“. Dieser Wert habe sich seither kaum verändert.

-----------------------

Das ist Bodo Ramelow:

  • er wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater an einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe; hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • erster Linken-Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

------------------------

+++Gera: Mann trägt in Straßenbahn keine Maske – als er angesprochen wird, eskaliert es+++

Rechtsextremistische Tendenzen habe es vor und nach 1989 im Westen ebenfalls immer wieder gegeben, so in Bayern oder Baden-Württemberg. Man dürfe beides „nicht aus dem Blick verlieren“, sagte Ramelow.

Zentralrat der Juden besorgt: „Sollten wir sehr ernst nehmen“

Jüngst hatte sich der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, besorgt über einen verfestigten Rechtsextremismus in Deutschland geäußert.

„Mir macht es Sorgen, dass viele Bürger offenbar so unzufrieden sind, dass sie sich von der AfD einfangen lassen“, sagte Schuster der in Berlin erscheinenden „Jüdischen Allgemeinen“. „Manche Experten sprechen in den östlichen Bundesländern sogar von einem verfestigten Rechtsextremismus-Problem. Das sollten wir sehr ernst nehmen“, sagte Schuster.

------------------------------

Mehr aus Thüringen:

--------------------------------

Schuster appelliert: Union soll nicht mit AfD zusammenarbeiten

„Diese Entwicklung könnte unsere Demokratie durchaus bedrohen. Zumal sich jetzt in der Corona-Pandemie über die Querdenker-Bewegung vermutlich neue Netzwerke gebildet haben, über die Rechtsextreme bis in die Mitte der Gesellschaft hineinwirken können“, machte Schuster weiter deutlich. Er appelliert an die Union, sich weder in Sachsen-Anhalt noch anderswo zu einer Zusammenarbeit mit der AfD hinreißen zu lassen. (dpa)