Corona in Thüringen: Sonderimpfaktion! Ansturm auf Astrazeneca

In zahlreichen Corona-Impfstellen in Thüringen ist am Samstag eine Sonderimpfaktion mit dem Wirkstoff von Astrazeneca angelaufen.  (Archivbild)
In zahlreichen Corona-Impfstellen in Thüringen ist am Samstag eine Sonderimpfaktion mit dem Wirkstoff von Astrazeneca angelaufen. (Archivbild)
Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann

Erfurt/Weimar. Gleich in mehreren Corona-Impfstellen in Thüringen ist eine Sonderimpfaktion mit Astrazeneca angelaufen.

Der Run auf den Corona-Impfstoff in Thüringen war groß.

Corona-Sonderimpfaktion in Thüringen

Wegen der hohen Nachfrage seien am Samstag zusätzlich zu den zunächst rund 6.000 Impfterminen noch weitere freigeschaltet worden, sagte Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs bei der Kassenärztlichen Vereinigung.

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Aus dem Terminvergabeportal www.impfen-thueringen.de ließ sich schließen, dass nicht alle dieser Angebote in Anspruch genommen wurden. In einigen Impfstellen waren noch Termine buchbar.

Thüringen verimpft Astrazeneca-Vorräte

Verimpft werden bei der Sonderaktion Astrazeneca-Vorräte, die eigentlich für Zweitimpfungen bei Menschen unter 60 Jahre vorgesehen waren. Nach Berichten über seltene Hirnvenenthrombosen - Verstopfungen der Hirnvene durch Blutgerinnsel - im zeitlichen Zusammenhang mit Astrazeneca-Impfungen hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern zunächst beschlossen, das Vakzin nur noch für die Altersgruppe ab 60 Jahre einzusetzen.

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Jüngere Menschen, die es wünschen, können sich dennoch nach ärztlicher Aufklärung weiterhin damit impfen lassen. Inzwischen ist die Impf-Reihenfolge mit dem Vorrang für bestimmte Alters- und Berufsgruppen sowie Vorerkrankte bundesweit ohnehin aufgehoben.

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Die Zweitimpfung bei der Sonderaktion ist bereits in sechs Wochen geplant, am Wochenende 24./25. Juli. Dies hänge mit organisatorisch-logistischen Gründen zusammen, sagte Mertz. „An diesem Wochenende laufen ohnehin Folgetermine für Astrazeneca-Impfungen in den Impfstellen und -zentren, da lässt sich das praktisch gut vereinbaren.“ Dass der Termin auf den Beginn der Sommerferien fällt, hatte zu Spekulationen geführt, die KV wolle damit Familien mit Urlaubsplänen entgegen kommen. Mertz wies das zurück.

Die Zulassungsbestimmungen für den Astrazeneca-Wirkstoff sehen laut Mertz einen Zeitraum von vier bis zwölf Wochen zwischen beiden Impfungen vor. Bei der bisherigen Terminvergabe wurde in der Regel der Maximalzeitraum ausgereizt. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts war bis Samstag mehr als ein Viertel (25,6 Prozent) der Thüringer Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft. (dpa/ck)