Gera: Immer mehr Leerstände in der City – doch jetzt werden Läden wiederbelebt

Gera will den Leerständen Kunst entgegensetzen.
Gera will den Leerständen Kunst entgegensetzen.
Foto: Stadt Gera

Gera. Es ist ein Bild, mit dem leider immer mehr Innenstädte in Deutschland zu kämpfen haben: Wo einst blühendes Leben herrschte, ist nun Leere – auch in Gera bleiben viele Schaufenster leer.

Auch die Hauptgeschäftsstraße in Gera hat sich stark verändert. Doch nun wird sie – wenn auch nur zeitlich begrenzt – zum Fokus von Kunst.

Corona & Co.: Geras Innenstadt muss kämpfen – mit dieser Aktion will die Stadt darauf aufmerksam machen

Online-Shopping und die Corona-Krise haben es den Einzelhändlern in den vergangenen Jahren besonders schwer gemacht, ihre Läden am Laufen zu halten. Die Folge: Ein leerstehender Laden nach dem anderen, auch Geras City stirbt langsam aus.

Um auf dieses Problem hinzuweisen, hat sich die Stadt nun ein Kunstprojekt einfallen lassen, das es vom ersten bis zum 22. August zu Bestaunen gibt.

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Gera: Kunst für die Innenstadt

Eine „Videokunstausstellung“ ist in Gera im August geplant. Am Sonntag, 1. August, soll es auch schon losgehen: „Auf die Schaufenster der leerstehenden Läden wird von hinten Videokunst projiziert. Damit verwandeln sich die Schaufenster in einen Screen“, hieß es.

Ausgedacht hat sich diese Aktion Kuratorin und städtische Kulturamtsleiterin Claudia Tittel. Mit dieser Aktion möchte sie auf Geras Innenstadtsterbe aufmerksam machen: „Es ist schade, dass die Sorge, die einst für Luxus und Eleganz sowie den Fortschritt stand, zu einer, im wortwörtlichen Sinne, Sorge der Stadt geworden ist. Ich würde mich freuen, wenn Kunst hier einen Beitrag leistet, diese Situation kritisch zu hinterfragen.“

Für diese Aktion stellen die Besitzer der Läden die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung. Das Thema der kommenden Videokunstausstellung: „LOST“.

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Gera: Tägliche Kunstausstellung ab 20 Uhr

Es soll um Verlust, Vergänglichkeit, Einsamkeit und Zeitwandel gegen. „Renommierte sowie junge (Video)Künstler*innen aus der Region Mitteldeutschlands wurden eingeladen, in der Galerie Sorge im öffentlichen Raum ihre Arbeiten zu präsentieren und somit ihre Werke in den öffentlichen Raum zu transferieren.“

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Interessenten, die sich die filmische und am Computer erstellte Kunstausstellung nicht entgehen lassen möchten, können täglich ab 20 Uhr vorbeischauen. Die Vernissage findet am 31. Juli um 20 Uhr auf dem Piazza am Eingang der Sorge statt.

Der Eintritt ist frei. Weitere Infos gibt es hier: www.kulturtage-gera.de (ali)