Thüringen: SPD-Kandidat Ullrich wettert gegen Maaßen: „Das habe ich von ihm noch nie erlebt“

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

Superwahljahr 2021: Diese Entscheidungen stehen an

Im Wahljahr 2021 fallen in Deutschland einige richtungsweisende Entscheidungen. Die wohl wichtigste: Am 26. September wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt. Wir zeigen Dir, welche Wahlen dieses Jahr anstehen.

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Rampenlicht kennt er – und der ehemalige Olympia-Sieger Frank Ullrich (SPD) steht momentan mittendrin.

Aber das liegt nicht unbedingt an ihm, sondern viel mehr an seinem Kontrahenten im Wahlkreis 196 im Süden von Thüringen. Der kontroverse Kandidat der CDU, der ehemalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen, lässt gerade ganz Deutschland nach Thüringen blicken.

In Frank Ullrichs Heimat. In die Region, für die er in den Bundestag ziehen will. Das Rennen wird eng.

Thüringen: Ullrich wettert gegen Maaßen – „Weder die Hand geschüttelt noch in die Augen geschaut“

Der Wahlkampf heizt sich langsam auf. Gerade jetzt, wo die CDU mehr und mehr in den Umfragekeller fällt, hat Ullrich eine realistische Chance auf den Sieg.

Einfach wird es aber nicht werden. Das liegt nicht nur an der CDU-Konkurrenz.

„Die Politikverdrossenheit bei uns ist extrem“, sagte Ullrich der „Welt am Sonntag“. Viele Menschen vor Ort sagten ihm, dass sie sich gesamtgesellschaftlich gesehen noch nie so unwohl gefühlt hätten. „So manches erinnert an die Wendezeit.“

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Das ist der Wahlkreis 196:

  • Umfasst die Kreise Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, Sonneberg und die Stadt Suhl
  • 2017 wurde Mark Hauptmann (CDU) im Wahlkreis gewählt
  • Während der Maskenaffäre trat Hauptmann von seinem Mandat zurück
  • Danach übernahm Kristina Nordt (CDU) das Mandat

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Seine Taktik daher: Er sucht unbedingt die Nähe der Menschen.

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Zu seinem politischen Gegner hingegen versucht er die Nähe eher zu meiden. Maaßen habe er bislang weder die Hand geschüttelt, noch ihm in die Augen geschaut, sagte Ullrich.

Das denkt Ullrich über seinen CDU-Kontrahenten

Bei einigen seiner Fans gilt der ehemalige Verfassungsschutzchef als volksnah. Eine Meinung, die Ullrich nicht unbedingt teilt.

„Das aber habe ich von ihm, wenn ich ihn sah, noch nie erlebt“ so Ullrich.

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Der Wahlkampf im umkämpften Kreis 196 bleibt weiter spannend. Die Kandidatur Maaßens hatte bundesweit Wellen geschlagen und auch parteiintern für Kritik gesorgt. Maaßen ist wegen seiner Haltung unter anderem zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung politisch umstritten. (dpa, bp)