Thüringen: Labyrinth Thüringer Wald? Jetzt hat ein Experte einen wichtigen Tipp, wie du dich nicht verläufst

Thüringen: Um sich im Thüringer Wald nicht zu verlaufen, sollte man einen wichtigen Rat befolgen. (Symbolbild)
Thüringen: Um sich im Thüringer Wald nicht zu verlaufen, sollte man einen wichtigen Rat befolgen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / imagebroker

Thüringen. Der Thüringer Wald macht einen großen Teil der Landesfläche in Thüringen aus und ist damit einer der größten Wälder Deuschlands. Kilometerlange Wanderwege erfordern einen stundenlangen Aufenthalt im Wald.

Dabei kann das beliebte Ausflugsziel für den einen oder anderen zum Labyrinth werden. Immer wieder gibt es Berichte von Wanderern, die allein nicht mehr aus dem Wald finden. Ein Experte gibt deshalb jetzt einen wichtigen Tipp, damit dir das nicht passiert.

Thüringen: Experte hat Rat, um sich im Thüringer Wald nicht zu verlaufen

Gerade in den Mittelgebirgen wie in Thüringen können Waldwanderer die Orientierung verlieren. Wege verlaufen nicht selten mit wenigen Kreuzungspunkten und unter dem Dach der Baumkronen ist der Sonnenstand und damit die Himmelsrichtung nicht immer klar zu erkennen.

Deutlich schlimmer wird es aber, wenn man merkt, dass man sich verlaufen hat - besonders, wenn man alleine unterwegs ist. Geht es dann auf den Abend zu, gerät man womöglich richtig in Panik. Oft wendet man die letzten Kräfte auf, um im Wald nach Handyempfang zu suchen. Damit du nicht im Thüringer Wald verloren gehst und möglicherweise auf die Bergrettung angewiesen bist, solltest du also Einiges beachten.

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Das ist das Bundesland Thüringen:

  • der Freistaat Thüringen hat rund 2,1 Millionen Einwohner auf 16.000 Quadratkilometer Fläche
  • Landeshauptstadt und zugleich größte Stadt ist Erfurt
  • weist eine hohe Dichte an wichtigen Kulturstätten auf, darunter das „Klassische Weimar“ (Unesco-Weltkulturerbe), das Bauhaus in Weimar und die Wartburg bei Eisenach
  • Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Linke), regierende Parteien sind Linke, SPD, Grüne

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„Speziell Wanderungen in den Thüringer Mittelgebirgen sollten zu Hause vorab gut geplant werden. Ganz besonders, wenn man alleine wandert“, sagt Volker Gebhardt vom Thüringen Forst-Vorstand. Zunächst sollte man die Route auf einer aktuellen Wanderkarte einzeichnen. Ein Wanderer läuft etwa vier Kilometer pro Stunde. So lassen sich Distanzen auf der Karte einteilen, Steigungen abschätzen, Wegekreuzungen identifizieren, Schutzhütten markieren oder markante Aussichtpunkte als Etappen festlegen.

Wer sich ausschließlich auf das Smartphone verlässt, der geht Gebhardt zufolge zwei Risiken ein: In den Mittelgebirgen ist die Empfangssituation nicht überall gesichert und der Geräte-Akku ist bei regelmäßiger Online-Nutzung schnell leer.

Gute Ausrüstung ist unabdingbar

Zum Wandern gehört eine gute Ausrüstung einfach dazu. Neben solidem Schuhwerk und geeigneter Kleidung gehören Wanderkarte, Smartphone, Trillerpfeife, Stirnlampe, Kompass und Rettungsdecke, neben Proviant, in den Rucksack. Um den Smartphone-Akku auch unterwegs laden zu können, kann eine Powerbank hilfreich sein.

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Für den Fall der Fälle: Ruhe bewahren!

Wer sich im Wald verläuft, der sollte vor allem Ruhe bewahren. Dabei empfiehlt es sich, Karte und Kompass konzentriert zu studieren oder das Smartphone zur Hilfe zu ziehen. So kann man eine erste Ortseinschätzung treffen. Ein „Umherlaufen“ ist dagegen wenig hilfreich und schwächt nur den Körper. Im Zweifelsfalle: Immer Forstwege nutzen, die bergab führen! Und: Nach Strommasten Ausschau halten, die meist zu Gebäuden führen. Die Trillerpfeife regelmäßig als Signal für Dritte nutzen.

Als Faustregel gilt: Man sollte den Wald etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang verlassen haben. Erscheint dies nicht möglich, sollte man den Notruf 112 wählen. Dabei ist es wichtig, das Smartphone angeschaltet zu lassen, sodass die Bergrettung eine Ortung vornehmen kann. Vor einer nächtlichen Wanderung im Wald rät Gebhardt grundsätzlich ab: Die Sturz- und damit Verletzungsgefahr ist viel zu groß, die Orientierung weitestgehend eingeschränkt. (nk)