Thüringen: Achtung in diesem Wald! „Man sollte die Hinweise sehr ernst nehmen“

Die Wälder von Thüringen haben ein Problem, was zu gesundheitlichen Einschränkungen führen kann. (Archivbild)
Die Wälder von Thüringen haben ein Problem, was zu gesundheitlichen Einschränkungen führen kann. (Archivbild)
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner

Thüringen. Die Wälder in Thüringen haben derzeit wieder ein Problem, das ziemlich gesundheitsschädlich ist: Raupen.

Denn auch wenn die Tierchen, die sich aktuell in Thüringen breit machen, klein sind, darf man sie dennoch nicht unterschätzen – wenn man nicht unbedingt mit allergischen Reaktionen zu tun haben möchte wie beispielsweise Quaddeln.

Thüringen: Er ist zurück – der Eichenprozessionsspinner

Seit zwei Jahren herrscht er nun über die Wälder von Thüringen: der Eichenprozessionsspinner. Diesmal ist der idyllische Ort Hermsdorf stark betroffen, wie die „Ostthüringer Zeitung“ berichtet.

Vor wenigen Wochen haben sich die Raupen in ihre Nester zurückgezogen und verpuppt. Mittlerweile kreisen sie als Schmetterlinge durch den Wald.

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Das ist der Eichenprozessionsspinner:

  • ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner
  • die Brennhaare der Raupe können beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen
  • werden zwischen 25 und 36 Millimeter groß, abhängig vom Geschlecht
  • gelten als Schädlinge, die Lichtungs- oder Kahlfraß verursachen

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Thüringen: Besonders Pilzsammler seien gewarnt

Dennoch, ungefährlich ist es hier ganz und gar nicht! Denn die Haare der Raupe kann Allergien auslösen: Hautausschläge, leichte Schwellungen, Juckreiz und Brennen sind nur wenige Nebenwirkungen.

Beim Einatmen der Brennhaare kann es sogar zu Reizungen an Mund und Nasenschleimhaut kommen bis hin zu „Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen“, wie die „Ostthüringer Zeitung“ erklärt.

Weil die Brennhaare leicht brechen und zudem noch haltbar sind, sind sie oftmals auf dem Boden aufzufinden. „Gerade Pilzsammler, die jetzt in den kommenden Tagen und Wochen unterwegs sein werden, sollten sich im Waldgebiet von Eichenstandorten fernhalten“, äußerte sich die Revierförsterin Anna Maria Grund.

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Thüringen: Betroffene Bäume nicht in Wohngebiet

Von einer Bekämpfung der Schädlinge hat man bisher abgesehen. Der Grund: Die etwa 50 betroffenen Stieleichen stehen abseits des Wohngebiets. „Eine umweltschonende Bekämpfung ist extrem aufwändig, die Nester müssen von geschultem Personal in Schutzanzügen mit einem Spezialsauger von den Bäumen entfernt werden“, fügte Grund gegenüber der „“ hinzu.

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Da bleiben wohl nur zwei Sachen übrig: Abstand vom Hermsdorfer Waldgebiet halten und Warntafel beachten. „Man sollte die Hinweise sehr ernst nehmen“, betont Grund noch einmal deutlich. (ali)

Thüringen: Leichtflugzeug abgestürzt – vom Flieger fehlt jede Spur

Aber nicht nur der Eichenprozessionsspinner hält gerade die Menschen in Thüringen auf trab. In Mockenrode ist am Wochenende vermeintlich ein Leichtflugzeug abgestürzt. Zumindest haben Zeugen das so gesehen. Von dem Flieger fehlt aber jede Spur. Mehr dazu >>>hier.