Hans-Georg Maaßen wettert gegen Laschet-Vertraute – „wird eine fortlaufende Belastung für alle“

Hans-Georg Maaßen kritisiert eine Laschet-Vertraute scharf. (Symbolbild)
Hans-Georg Maaßen kritisiert eine Laschet-Vertraute scharf. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / ari

Erfurt/Berlin. CDU und CSU steuern zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl auf ein historisches Debakel zu. Die Parteien sind aktuellen Umfragen zufolge extrem unbeliebt – und jetzt gibt es auch noch parteiintern Ärger!

Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (CDU), der in Thüringen für den Bundestag kandidiert, hat gegen eine Laschet-Vertraute, eine Politikerin aus seinen eigenen Reihen also, gewettert. Dabei fand Maaßen vernichtende Worte. Er sprach von einer „fortlaufenden Belastung für alle“.

Hans-Georg Maaßen wettert gegen Laschet-Vertraute

Es ging los mit einer Attacke seiner Parteikollegin: Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien sagte bei Markus Lanz (ZDF) auf die Frage, ob sie Hans-Georg Maaßen wählen würde: „Was sucht Herr Maaßen in der CDU?“ Und weiter: „Sagen wir mal so. Ich bin von Leistungssportlern immer wieder fasziniert.“ Hintergrund: Maaßens SPD-Gegenkandidat in seinem Wahlkreis ist Ex-Biathlet und Ex-Bundestrainer Frank Ullrich.

Priens Aussage kam bei Maaßen alles andere als gut an und ließ eine Gegenattacke nicht aus. In der Folge wetterte er gegen die Laschet-Vertraute. Als Mitglied des Zukunftsteams von Armin Laschet schade Prien dem Wahlkampf der CDU „in der derzeit sehr schweren Situation massiv“. Laschet müsse Prien „unverzüglich aus dem Kompetenzteam abberufen“, da sie zur fortlaufenden Belastung für alle Kandidaten werden könnte, so Maaßen zur „Bild“-Zeitung.

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