Ikea, Kaufland in Thüringen: Erneute Streiks ab Donnerstag – HIER könnte dein Einkauf länger dauern

Ikea, Kaufland in Thüringen: Ver.di zeigt sich optimistisch. (Archivbild)
Ikea, Kaufland in Thüringen: Ver.di zeigt sich optimistisch. (Archivbild)
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Klaus-Dietmar Gabbert

Thüringen. Bei Ikea und Kaufland in Thüringen müssen sich Kunden bis Samstag auf lange Wartezeiten einsten. Der Grund: Verdi ruft bis zum Wochenende zum Streik im Einzelhandel auf.

Seit Donnerstag liegen die Arbeiten bei Ikea und Kaufland in Thüringen eher flach. Und so soll es auch bis zum Beginn des Wochenendes bleiben. Davon betroffen sind Einzelhandelbetriebe aus Dresden, Ostsachsen, Leipzig und Gera.

Ikea, Kaufland in Thüringen: Streikleiter optimistisch – „Die Streiks zeigen Wirkung“

Streikleiter in Zittau, Jens Uhlig, zeigte sich mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden und auch für kommenden Streiks optimistisch: „Die Streiks zeigen Wirkung. Zwar haben die Häuser geöffnet, doch wenn zehn, 20, 30 oder 40 Beschäftigten bei dieser dünnen Personaldecke die Arbeit niederlegen, dann wirkt sich dies unmittelbar auf den Service aus. Theken können nicht mehr ständig befüllt werden und die Beratung muss völlig eingestellt werden.“

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Das ist Verdi:

  • heißt „Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft“
  • entstand im Jahr 2001 durch Zusammenschluss von fünf Einzelgewerkschaften
  • ist Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)
  • hat ihren Sitz in Berlin
  • ist mit etwa zwei Millionen Mitgliedern die zweitgrößte Gewerkschaft nach „IG Metall“
  • seit September 2019 ist Frank Werneke erster Vorsitzender

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Ikea, Kaufland in Thüringen: Auch nach der vierten Verhandlungsrunde gab es keine Einigung

„Vor dem Kaufland in Gera-Lusan treffen sich Streikende der Kaufländer aus Gera, Pößneck, Altenburg und Zeitz. Die Streikenden akzeptieren die Miniangebote der Arbeitgeber nicht. Dann streiken sie lieber weiter“, erklärte Ronny Streich, Streikleiter in Ostthüringen.

Auslöser für die Verlängerung der Streiks war die gescheiterte Verhandlung am 13. September. Da das Ergebnis auch nach der vierten Verhandlungsrunde für die 280.000 Angestellten für ver.di nicht zufriedenstellend war, geht es nun weiter.

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Ikea, Kaufland in Thüringen: Verdi fordert höhere Löhne und ein rentenfestes Mindestentgeld

„Für uns ist klar, es muss zu einer echten Reallohnerhöhung in diesem Jahr kommen und eine Zwei-Klassen-Gesellschaft wird es mit uns nicht geben“, erläuterte Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago die Forderungen von Verdi.

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Verdi fordere eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Zudem möchte die Gewerkschaft ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde durchsetzen.

Am vierten Oktober soll erneut verhandelt werden. (ali)