Thüringen: CDU Altenburger Land stellt heftige Forderung gegen Armin Laschet – „Katastrophal“

Armin Laschet bekommt es aktuell von allen Seiten recht dicke.
Armin Laschet bekommt es aktuell von allen Seiten recht dicke.
Foto: imago images/Frank Ossenbrink

Nach der Bundestagswahl ist vor der Koalitionsbildung. Und die Rufe aus ganz Deutschland und auch aus Thüringen werden lauter, dass der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet sich aus dem politischen Geschehen nun zurückziehen solle.

So betont nun auch der CDU-Kreisverband Altenburger Land aus Thüringen in einem offenen Brief an die Bundestagsfraktion, dass mit Armin Laschet der falsche Kandidat zur Wahl gestellt worden ist.

CDU aus Thüringen stellt Forderung an Bundestagfraktion wegen Armin Laschet

Zudem heißt es in dem offenen Brief, dass die Parteibasis bei der Wahl des Knazlerkandidaten „komplett übergangen worden sei“. Hinzu komme, dass der Osten im Wahlkampf „nicht mitgenommen wurde“. Es habe keine Gesichter und Inhalte gegeben, die für die „Wähler im Osten attraktiv gewesen wären.

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„In Zahlreichen Gesprächen in der Familie, mit Freunden, mit Bekannten und am Arbeitsplatz wurde deutlich, dass sich unsere Partei bei der Wahl des Kanzlerkandidaten gegen die Präferenz der breiten Bevölkerung entschieden hat. Das Wahlergebnis - das grade in Thüringen nur als katastrophal bezeichnet werden kann - ist leider die Konsequenz dieser Entscheidung“, heißt es vom Kreisvorstand der CDU Altenburger Land.

Koalition ja, Armin Laschet nein

Dennoch glaube man an die Wahlinhalte der Partei und auch daran, dass die CDU an der Regierung beteiligt werden sollte. „Das kann allerdings nicht mit Armin Laschet passieren. Eine mögliche „Jamaika-Koalition“ mit Laschet als Kanzler hätte von Anfang an den Makel, den Wahlverlierer gegen die Stimmung der Bevölkerung ins Amt gehoben zu haben.“

Zuvor hatte bereits der CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen gefordert, das Ergebnis, aus dem sich für die Union kein Auftrag für eine Regierungsbildung ableiten lasse, „in Demut“ zur Kenntnis zu nehmen. „Der Parteivorsitzende und der gesamte Vorstand sollten den Weg frei machen für die notwendige personelle und inhaltliche Erneuerung der Union“, hatte der Südthüringer Kreisverband erklärt. Für den CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen war der umstrittene Ex-Bundesverfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen bei der Bundestagswahl für den Wahlkreis 196 als Direktkandidat angetreten und gescheitert.

Eindeutige Worte aus dem Altenburger Land. Allerdings kommen viele solcher Forderungen aktuell auch aus anderen Teilen Deutschlands. (fb)