Bodo Ramelow bei Opel: Jetzt fordert er DAS von dem Autobauer

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, spricht bei einer Demonstration von Opel-Beschäftigten.
Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, spricht bei einer Demonstration von Opel-Beschäftigten.
Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Eisenach. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat vom Opel-Mutterkonzern Stellantis die Einhaltung von Zusagen gefordert. Es gehe um den Erhalt der deutschen Opel-Standorte sowie des Unternehmens Opel, sagte der Linken-Politiker am Freitag auf einer Kundgebung der IG Metall in Eisenach.

„Ich stehe in Sorge um das, was mit Opel in Rüsselsheim und Eisenach passiert.“ Bodo Ramelow spielte damit auf Pläne von Stellantis an, die beiden Werke aus der Opel Deutschland GmbH auszugliedern. Er sei besorgt, dass Opel zu einer virtuellen Marke gemacht werden könnte, sagte der Regierungschef.

Bodo Ramelow bei Opel: Jetzt fordert er DAS von dem Autobauer

An der Kundgebung in Eisenach, bei der es um Arbeitnehmerinteressen bei der Transformation der Autoindustrie ging, beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben etwa 1.500 Menschen. Darunter waren auch Abordnungen des Stellantis-Werks im französische Sochaux, wo der eigentlich in Eisenach angesiedelte Opel Grandland derzeit vom Band läuft, sowie von Volkswagen in Zwickau und Thüringer Autozulieferern.

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Ramelow, der vor seinem Einstieg in die Politik Gewerkschaftsfunktionär war, forderte ein solidarisches Verhalten. „Wir müssen zusammenstehen.“ Die europäischen Arbeitnehmer bei Stellantis dürften sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.

Beim Strukturwandel in der Autoindustrie müsse stärker an die Betroffenen gedacht werden. Ramelow plädierte dafür, dass es keine Kündigungen in Transformationswerken geben dürfe, dafür aber Standortgarantien. Zudem sprach er sich für ein Transformationskurzarbeitergeld und eine Mindestabsicherung für Arbeitnehmer aus.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater an einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe; hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • erster Linken-Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Ramelow hatte in dieser Woche zusammen mit den Regierungschefs der anderen Opel-Länder Hessen und Rheinland-Pfalz den Wunsch nach einem Gespräch mit Stellantis-Chef Carlos Tavares bekräftigt. Diese Forderung erneuerte er in Eisenach.

Das Thüringer Opel-Werk beschäftigt rund 1.300 Mitarbeiter. Die Produktion dort ruht wegen fehlender Elektronik-Bauteile noch bis mindestens Jahresende. (dpa)