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Thüringen: Innenstadt-Sterben? Umfrage enthüllt erschreckende Zahlen

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Thüringen: In den Innenstädten im Freistaat könnte es bald immer leerer werden. (Archivbild) Foto: Schackow / dpa-Zentralbild / dpa

Erfurt. 

Es ist mittlerweile leider ein allzu bekanntes Bild. In vielen Innenstädten Thüringens begegnet uns viel Leerstand.

Einige Händler befürchten sogar, dass die Innenstädte in Thüringen noch weiter veröden könnten. Eine Umfrage enthüllt erschreckende Zahlen.

Thüringen: Händler zeigen sich pessimistisch

Sie wurde von der Commerzbank in Auftrag gegeben. Demnach erwarten 81 Prozent der befragten Thüringer Händler, dass in den kommenden fünf Jahren weitere Geschäfte aufgeben müssen.

Außerdem befürchten sie, dass Kunden in die Einkaufszentren an den Stadträndern abwandern könnten.

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Jeder zweite Händler wünscht sich in den Zentren mehr Radwege und Grünflächen sowie mehr Parkplätze mit Elektroladestationen.

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Das ist das Bundesland Thüringen:

  • der Freistaat Thüringen hat rund 2,1 Millionen Einwohner auf 16.000 Quadratkilometer Fläche
  • Landeshauptstadt und zugleich größte Stadt ist Erfurt
  • weist eine hohe Dichte an wichtigen Kulturstätten auf, darunter das „Klassische Weimar“ (Unesco-Weltkulturerbe), das Bauhaus in Weimar und die Wartburg bei Eisenach
  • Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Linke), regierende Parteien sind Linke, SPD, Grüne

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Für die Studie wurden nach Angaben der Bank bundesweit 3.500 Einzelhandelsunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 15 Millionen Euro vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos befragt – darunter eine repräsentative Stichprobe in Thüringen.

Konkurrenz aus dem Online-Handel wird zum Problem

Knapp 30 Prozent der Einzelhändler berichten, dass ihre Kunden verstärkt online einkaufen. Gleichzeitig sagt jeder vierte Händler, dass der Bedarf an persönlichen Beratung gestiegen sei. Jeder zehnte Händler berät Kunden auch online, viele investieren in ihre Internetangebote.

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Und auch das hat die Umfrage ergeben: Bei 42 Prozent der Einzelhändler in Thüringen ist der Umsatz durch die Corona-Pandemie bis Sommer 2021 stark eingebrochen. Fast jeder Fünfe fürchtet um seine Existenz. (dpa, bp)