Corona-Proteste in Thüringen: Immer mehr Ausschreitungen – SO will das Land jetzt durchgreifen

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

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Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen sorgen bei manchen Menschen für großen Ärger – so auch in Thüringen.

In Thüringen haben sich deshalb immer wieder größere und kleinere Corona-Proteste gebildet. Teilweise kam es dort zu Gewalt und Ausschreitungen, bis hin zu aggressivem Verhalten und Gewalt. Deshalb will der Freistaat jetzt durchgreifen.

Thüringen: Über 40 Polizisten bei Demos verletzt

Über 40 Polizisten sind bei den Demos in Thüringen bereits verletzt worden, wie der „MDR“ mitteilt. Zuletzt kam es zu Krawallen in Greiz – dort wurden vier Polizisten verletzt. Gegen die Gewalt möchte Inneminister Georg Maier (SPD) jetzt durchgreifen. Helfen sollen dabei sogenannte Schnellverfahren – Justizminister Dirk Adams (Grüne), die Linke und auch die CDU unterstützen das Vorhaben.

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Die Schnellverfahren ermöglichen es Verhandlungen binnen 24 Stunden einzuleiten und Strafen schnell durchzusetzen. Seit 1994 gibt es dieses Art des Strafverfahrens in Deutschland: Wichtig dabei ist allerdings genügend Beweise zu haben, um eine Bestrafung durchsetzen zu können, wie Dirk Adams für das Vorhaben in Thüringen betonte.

Thüringen nimmt sich Bayern zum Vorbild

In Bayern kam es ebenfalls zu Ausschreitungen auf Corona-Demos: Einige Rowdys aus Schweinfurt sind dort in der letzten Woche innerhalb von 24 Stunden verurteilt worden. Dabei hagelte es für sie Geldstrafen und sogar Bewährungsstrafen bis zu einem Jahr, wie der „MDR“ berichtet.

+++ Corona in Thüringen: Das sind die derzeitigen Entwicklungen +++

Georg Maier geht zwar nicht davon aus, dass eine Impfpflicht zu mehr Impfgegnern führe, er hat allerdings eine andere Vermutung : „Aber was ich befürchte, ist, dass es innerhalb der Gruppe der Impfgegner zu einer Radikalisierung kommt. – bis hin zur Gewaltanwendung.“ Außerdem warnt der SPD-Politiker weiter: Rechtsradikale versuchen Impfgegner auf ihre politische Seite zu ziehen, indem diese mit den Ängsten der Gegner spielen würden. Mehr Infos findest du auf „www.mdr.de“ (jko)