Opel Eisenach: Die Bänder im Werk rollen wieder – doch eine Sorge bleibt

Die Bänder im Opel-Werk in Eisenach rollen wieder. (Archivbild)
Die Bänder im Opel-Werk in Eisenach rollen wieder. (Archivbild)
Foto: IMAGO / Steve Bauerschmidt

Eisenach. Aufatmen bei den Mitarbeitern von Opel in Eisenach. Nach über drei Monaten Pause wegen des Chip-Mangels – und nach vermutlich vielen schlaflosen Nächten über die ungewisse Zukunft des Werkes – wird in der Wartburgstadt endlich wieder produziert. Der erste Opel Grandland lief am Donnerstagmorgen vom Band. Das hat das Unternehmen mitgeteilt.

Auch der Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz waren bei Opel in Eisenach vor Ort. Der SUV soll exklusiv bei den Wartburgstädtern gebaut werden. Ab Februar soll er in den Läden der Händler stehen.

Opel Eisenach: Lange Zeit befürchten die Mitarbeiter das Schlimmste

Opel hatte in dem Werk Ende September die Fertigung wegen Halbleitermangels gestoppt. Mehr dazu hier >>>.

Die Sorge war groß, dass dies das Ende der Automobilproduktion in der Wartburgstadt bedeuten könne. Es folgte eine Debatte darüber, ob das Eisenacher Werk aus der deutschen Einheit Opel Automobile GmbH ausgegliedert werden sollte. Das deuteten viele als ersten Schritt in Richtung Einstellung der Produktionsstätte. Nach Protesten der Belegschaft gab der Mutterkonzern Stellantis im November die Pläne auf.

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Das Opel-Werk in Eisenach:

  • Entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Automobilwerk Eisenach und der Adam Opel AG nach der Wende
  • Steht auf dem ehemaligen AWE-Betriebsteil im Westen der Wartburgstadt
  • Am siebten Februar 1991 wurde der Grundstein für das Werk gelegt
  • Opel investierte runde eine Milliarde D-Mark in den Standort
  • Fast zeitgleich mit dem Richtfest am neunten September 1991 lief auch der letzte Wartburg in Eisenach vom Band

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Opel-Chef Hochgeschurtz bekannte sich gegenüber der „Thüringer Allgemeinen“ zum Standort in Eisenach.

In der Frage, ob es nochmal zu einem Produktionsstopp wegen fehlender Chips kommen könnte, wollte er sich allerdings nicht festlegen. Andere Autobauer und Zulieferer, etwa BMW und Porsche in Leipzig, rechnen damit, dass sich die Halbleiterversorgung nicht vor Mitte des Jahres entspannt – und ab dann erst schrittweise.

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Immerhin wird aktuell wieder gearbeitet in der Wartburgstadt. Die Mitarbeiter hoffen, dass es so bleibt. (dpa, bp)