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Corona in Thüringen: Maskenpflicht endet – Werner mit eindringlichen Worten

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Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

Erfurt. 

Corona

hat Thüringen noch immer fest im Griff. Am 2. April sollen die meisten Corona-Regeln jedoch fallen.

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Freitag, 1. April

21.22 Uhr: Maskenpflicht endet – Werner mit Appell

In Thüringen besteht von Sonntag an keine Maskenpflicht mehr in fast allen öffentlichen Bereichen. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) empfahl den Bürgern jedoch, angesichts der nach wie vor sehr hohen Corona-Infektionszahl weiterhin freiwillig Masken in geschlossenen Räumen zu tragen. Das gelte vor allem beim Besuch von Veranstaltungen, beim Friseur oder beim Einkaufen. „Eine Maske zu tragen ist Eigen- und Fremdschutz“, sagte Werner am Freitag in Erfurt. Viele Menschen mit Vorerkrankungen seien darauf angewiesen, dass sich andere rücksichtsvoll verhielten.

Die rot-rot-grüne Regierungskoalition war am Donnerstag im Landtag mit dem Vorhaben gescheitert, die bestehenden Corona-Regeln bis zum 8. Mai zu verlängern. Damit gilt in Thüringen nur noch der Basisschutz nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz. Mit der Maskenpflicht fallen auch Zugangsbeschränkungen zu bestimmten Bereichen – beispielsweise zu Hotels und Gaststätten. Dort hatten bisher nur Geimpfte, Genesene oder Getestete (3G) Zutritt.

Nun müssen Masken verpflichtend nur noch im öffentlichen Nahverkehr sowie in Arztpraxen, Krankenhäusern, bei Rettungsdiensten und Pflegeeinrichtungen getragen werden. Vorgeschrieben sind sie auch in Gemeinschaftseinrichtungen für Obdachlose und Geflüchtete. Eine Testpflicht besteht laut Ministerium nur für Besucher und Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Werner verlängerte die bestehende Thüringer Infektionsschutz-Verordnung bis Ende April mit dem sogenannten Basisschutz. Die Minderheitskoalition wollte eigentlich Thüringen zum Hotspot erklären, um Corona-Regeln wie 3G in der Gastronomie verlängern zu können. Die Opposition im Landtag hielt dagegen und drängte auf weitgehende Lockerungen und die Eigenverantwortung der Bürger.

11.26 Uhr: Krankenkasse verzeichnet in Thüringen so viele Corona-Krankschreibungen wie nie zuvor

Noch nie waren in Thüringen so viele Menschen wegen Corona arbeitsunfähig wie derzeit. „Die Zahl der Krankschreibungen ist seit Beginn des Jahres um 167 Prozent angestiegen“, sagte Patrick Krug von der Barmer in Thüringen heute in Erfurt. Das sei das Ergebnis einer Auswertung des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) unter den versicherten Erwerbstätigen der Krankenkasse.

Demnach seien in der zehnten Kalenderwoche (6. bis 12. März) pro 10.000 Versicherte von Thüringens zweitgrößter Krankenkasse mit Anspruch auf Krankengeld 217 Personen wegen einer Corona-Infektion krankgeschrieben gewesen. Anfang Januar habe der Wert noch bei 81 von 10.000 gelegen. Zu den Spitzenzeiten der ersten Covid-19-Wellen betrug die Rate in Thüringen bis zu 183 je 10.000 Versicherte.

Aus der Analyse geht den Angaben zufolge überdies hervor, dass es derzeit nur in Mecklenburg-Vorpommern mehr Corona-bedingte Krankschreibungen gibt. Dort liege die Rate der Betroffenen bei 228 je 10.000 Versicherten, sagte Krug. Den niedrigsten Wert im Ländervergleich verzeichne Hamburg mit 61 je 10.000 Versicherten, die in der zehnten Kalenderwoche wegen Corona arbeitsunfähig waren. Der bundesweite Schnitt beträgt demnach 142 je 10.000 Versicherte.

6.02 Uhr: Weiter Corona-Tests an den Schulen

Auch nach dem Auslaufen der meisten Corona-Regeln in Thüringen sollen Schüler und Lehrer weiterhin zwei Mal pro Woche auf Corona-Infektionen getestet werden. Die entsprechende Verordnung werde verlängert, kündigte das Bildungsministerium gestern in Erfurt an. Zuvor hatte der Landtag beschlossen, nicht von Hotspot-Regelungen Gebrauch zu machen und stattdessen viele Corona-Maßnahmen am 2. April auslaufen zu lassen. Die Koalitionäre Linke, SPD und Grüne hatten sich für eine Fortsetzung der Regeln eingesetzt, fanden aber im Parlament in den Reihen von CDU und FDP dafür keine Unterstützung und verfehlten damit eine Mehrheit.

Nach Angaben des Bildungsministeriums fehlt dadurch unter anderem die Rechtsgrundlage für eine Maskenpflicht an Schulen, die damit ab Montag wegfällt. Im Schulbus als öffentliches Verkehrsmittel hingegen müssen die Schüler weiterhin eine Maske tragen. Auch Distanzunterricht soll je nach Infektionsgeschehen möglich bleiben – unter welchen Voraussetzungen, soll per Dienstanweisung geregelt werden. Für die Kindergärten läuft die Pflicht aus, ein Testangebot aufrechtzuerhalten. Ab Montag werden Corona-Tests in den Kitas damit auch nicht mehr vom Land bezahlt.

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) zeigte sich enttäuscht von der Abstimmung im Landtag über die Fortführung der Corona-Regeln. „Ich hätte erwartet, dass wir angesichts der aktuellen Situation bis Ostern weiter ein höheres Maß an Schutzmaßnahmen hätten aufrechterhalten können“, sagte er. Dies sei der allgemeine Wunsch im Thüringer Bildungswesen gewesen. „Gerade die Maske bleibt eine wirksame Schutzmaßnahme.“ Holter rief dazu auf, mindestens bis Ostern, freiwillig an den Schulen dort Masken zu tragen, wo dies bisher bereits üblich war.

Der Linken-Bildungspolitiker Torsten Wolf wies auf die vielen Corona-Infektionen an Thüringer Schulen hin. „Wer jetzt die Weiterbenutzung von Masken an den Schulen aufgibt, trägt die Verantwortung, wenn sich das Infektionsgeschehen an den Schulen und durch die Schulen weiter ausbreiten sollte.“

Donnerstag, 31. März

16.29 Uhr: Verlängerung der Corona-Maßnahmen scheitert

Viele Corona-Regeln in Thüringen wie die Maskenpflicht in zahlreichen öffentlichen Bereichen oder Zugangskontrollen in der Gastronomie enden am 2. April. Die rot-rot-grüne Minderheitskoalition scheiterte am Donnerstag im Landtag mit einem Antrag, das Land zu einem sogenannten Hotspot zu erklären. Nur dann hätte die Maskenpflicht im Handel, in Schulen oder bei Friseuren sowie die 3G-Regel in Gastronomie oder in Theatern mit Zugang nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete bis 8. Mai beibehalten werden können.

Das Vorhaben von Linker, SPD und Grünen, für das auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) geworben hatte, fand bei einem Abstimmungsmarathon im Parlament keine Mehrheit. Die Hoffnung von Rot-Rot-Grün auf Unterstützung einzelner Abgeordneter der oppositionellen CDU-Fraktion platzte. CDU, FDP und AfD stimmten gegen die Verlängerung unter anderem der Maskenpflicht. Die Koalition hat keine eigene Mehrheit im Landtag und braucht für Entscheidungen mindestens vier Stimmen der Opposition.

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bedauerte die Entscheidung des Parlaments. „Für viele Menschen besteht dadurch ein geringerer Schutz. Ich sehe eine größere Gefährdung“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner lag am Donnerstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) im Freistaat bei 1.937; am Vortag betrug der Wert 1.964. Die Situation bewegte sich trotz einer leicht sinkenden Tendenz immer noch weit über dem bundesweiten Infektionsgeschehen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1.625.

7.27 Uhr: Inzidenz im Freistaat sinkt weiter

Die Corona-Inzidenz in Thüringen ist erneut gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner lag heute nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 1.937,3. Am Vortag wurde der Wert noch mit 1.964,3 angegeben. Dennoch liegt die Corona-Inzidenz im Freistaat damit immer noch weit über dem bundesweiten Infektionsgeschehen (1.625,1).

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Die höchste Inzidenz im Freistaat meldete das RKI für die Städte Jena (2.772,5) und Weimar (2.527). Am geringsten ist sie derzeit in der Landeshauptstadt Erfurt (1.127,3).

Binnen 24 Stunden wurden in Thüringen 7929 Neuinfektionen registriert. Es wurden elf neue Todesfälle in Zusammenhang mit Corona gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind in Thüringen damit nachweislich 6.834 Corona-Patienten gestorben.

Mittwoch, 30. März

19.24 Uhr: Landtag entscheidet über Verlängerung der Corona-Regeln

Thüringens Landtag beschäftigt sich am Donnerstag um 13.00 Uhr in Erfurt mit der Frage, ob die Maskenpflicht in Schulen und im Einzelhandel sowie die Zugangsbeschränkungen in der Gastronomie über den 2. April hinaus bestehen bleiben.

Dazu müsste sich das Parlament auf eine Hotspot-Regelung verständigen, weil die Einschränkungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes auslaufen. Ob eine Verlängerung der derzeit bestehenden Corona-Regeln in Thüringen mehrheitlich beschlossen wird, scheint sehr ungewiss.

Ein Antrag der rot-rot-grünen Minderheitskoalition, eine Hotspot-Regelung für Thüringen zu beschließen, wurde zuvor von der Opposition aus CDU, AfD und FDP abgelehnt. Die CDU will einen eigenen Antrag einbringen. Linke, SPD und Grünen fehlen im Landtag vier Stimmen für eigene Entscheidungen.

09.08 Uhr: Inzidenz im Freistaat sinkt leicht

Die Corona-Inzidenz in Thüringen ist erneut leicht gesunken und unter die Marke von 2000 gerutscht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner am Mittwoch mit 1964,3 an. Am Vortag lag der Wert bei 2017,6. Damit liegt die Thüringer Inzidenz weiter deutlich über dem bundesweiten Infektionsgeschehen (1663,0).

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Die höchste Inzidenz im Freistaat meldete das RKI für die Städte Jena (2794,2) und Weimar (2563,8). Am geringsten ist sie zurzeit in der Landeshauptstadt Erfurt (899,0).

Binnen 24 Stunden wurden in Thüringen 7348 Neuinfektionen registriert, 31 Todesfälle kamen hinzu. Seit Beginn der Pandemie sind in Thüringen nachweislich 6823 Corona-Patienten gestorben.

Montag, 28. März

13.21 Uhr: Thüringen will klare Vorgaben für Bestimmung von Corona-Hotspots

Das Thüringer Gesundheitsministerium hält für eine mögliche Weiterführung bestimmter Corona-Schutzmaßnahmen in den Bundesländern konkrete und klare Vorgaben vom Bund für notwendig. Diese seien vor allem wichtig für die Landtage, wenn diese über eine Verlängerung entscheiden müssten, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag vor einer Schaltkonferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Dort soll es am Montagnachmittag unter anderem um Corona-Hotspotregelungen gehen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte angekündigt, den Ländern vier Kriterien zur Bestimmung von Hotspots vorzuschlagen.

Ein Kriterium soll Lauterbach zufolge sein, dass Krankenhäuser planbare Operationen wegen Corona absagen verlegen müssen. Lauterbach nannte vorab auch eine Gefährdung der Notfallversorgung, die Verlegung von Patienten in andere Kliniken wegen Corona und die Unterschreitung von Personaluntergrenzen in der Pflege als Kriterien.

In Thüringen will die rot-rot-grüne Koalition die bestehenden Corona-Maßnahmen weiter verlängern. Für Donnerstag ist dazu eine Sondersitzung des Landtages einberufen worden. Eine Mehrheit scheint allerdings sehr ungewiss. Die CDU-Fraktion ist bisher dagegen. Der Regierungskoalition fehlen vier Stimmen an der Mehrheit im Parlament.

Am Montag waren von den Gesundheitsämtern 2249 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden, weniger als am Montag der Vorwoche (3.743). Der Sieben-Tage-Wert je 100.000 Einwohner sank auf 2.070 (Sonntag: 2.138). Allerdings ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, da viele Gesundheitsämter mit den Meldungen nicht hinterherkommen und an Wochenenden ohnehin weniger gemeldet wird.

Freitag, 25. März

21.36 Uhr: DIESE Städte verschicken keine Quarantäne-Bescheide mehr

Wegen überlasteter Gesundheitsämter verschicken die Städte Erfurt, Jena und Weimar keine Quarantänebescheide mehr an Menschen, die sich mit Corona infiziert haben. Ein positives PCR-Testergebnis soll künftig als Nachweis gegenüber dem Arbeitgeber ausreichen, teilten die Städte am Freitag mit. Wer sich nach sieben Tagen freitestet, muss sein negatives Testergebnis nicht an das Gesundheitsamt übermitteln, sondern kann die Quarantäne sofort verlassen.

Als Grund für das neue Vorgehen nannten die Städte die Belastungen der Gesundheitsämter. In den letzten Wochen hätten Anordnungen nur noch mit erheblichem Zeitverzug verschickt werden können. Die Stadt Jena berichtete am Freitag zudem von 1.000 Fällen, die noch gar nicht bearbeitet wurden und nicht in die offiziellen Inzidenzzahlen einfließen konnten. Dazu kämen zusätzliche Aufgaben im Zusammenhang mit ukrainischen Kriegsflüchtlingen.

Donnerstag, 24. März

21.20 Uhr: Sondersitzung zu verlängerten Corona-Regeln am 31. März

In einer Sondersitzung berät der Thüringer Landtag am nächsten Donnerstag (31. März) über die Verlängerung der bestehenden Corona-Maßnahmen über den 2. April hinaus. Die Koalitionsfraktionen von Linke, SPD und Grünen haben einen entsprechenden Antrag dazu eingebracht, wie der Landtag am Donnerstag mitteilte.

Sie wollen das Vorliegen einer konkreten Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage in Thüringen feststellen lassen, was die Weiterführung von Schutzvorkehrungen wie einer Maskenpflicht etwa in Innenräumen von Gaststätten oder im Einzelhandel erlauben würde. Dafür ist nach der Änderung des Bundesinfektionsschutzgesetzes ein Landtagsbeschluss notwendig.

Nach dem geänderten Bundesinfektionsschutzgesetz sollen die meisten tiefgreifenden Corona-Maßnahmen nach dem 2. April enden. Als Basis-Schutzmaßnahme soll dann noch etwa eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr oder in Krankenhäusern möglich sein. Bisher nutzt die Landesregierung eine Übergangsregelung, um die bestehenden Regeln bis zum 2. April fortzusetzen.

Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei Neuinfektionen in Thüringen bei 2.172, bezogen auf 100.000 Einwohner. Zuletzt wurden mehr als 8.000 tägliche Neuinfektionen gemeldet. Auch die Kliniken arbeiten wieder an der Belastungsgrenze – vor allem, weil viel Personal in Quarantäne sitzt.

Trotzdem scheint eine Mehrheit für den Antrag von Rot-Rot-Grün unwahrscheinlich. Die CDU-Fraktion will dem Antrag nicht zustimmen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Der Regierungskoalition fehlen vier Stimmen an der Mehrheit im Parlament.

7.51 Uhr: Inzidenz geht leicht zurück

Die Corona-Inzidenz ist in Thüringen leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Morgen einen Wert von 2.171,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an, nach 2.218,3 gestern. Der Freistaat bewegt sich damit weiterhin deutlich über dem bundesweiten Wert. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Donnerstag bei 1.752,0.

In Thüringen meldeten die Gesundheitsämter dem RKI binnen 24 Stunden 8.242 Neuinfektionen und 9 weitere Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie hat es im Land nachweislich 554.210 Corona-Infektionen gegeben. 6.755 Corona-Patienten sind mit oder an dem Virus gestorben. Die Gesundheitsämter kommen allerdings mit der Meldung der Fallzahlen teils nicht hinterher. Die tatsächlichen Zahlen könnten höher sein.

Das stärkste Infektionsgeschehen weisen in Thüringen aktuell der Landkreis Nordhausen (3.470,9) und die Stadt Jena (2.902,5) aus. Damit ist das Infektionsgeschehen in den Regionen auch im bundesweiten Vergleich besonders stark. Für die Landeshauptstadt Erfurt wies das RKI die niedrigste Inzidenz aus: Sie lag dort am Morgen bei 950,9.

6.12 Uhr: KV stockt Corona-Impfangebote ohne Termin auf

Corona-Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung sollen in den Thüringer Impfstellen künftig an fünf Tagen in der Woche möglich sein. In den meisten Anlaufstellen können sich Impfwillige vom 29. März an jeweils von Dienstag bis Samstag spontan spritzen lassen, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) mitteilte. In der Impfstelle Eisenach sei dies ab 2. April möglich. In der Vergangenheit waren Impfungen ohne Termin in der Regel nur samstags möglich, zuletzt gab es gar keine Angebote mehr ohne Termin.

In Thüringen sind angesichts stagnierender Impfquote bereits einige Impfstellen geschlossen worden, derzeit gibt es noch 20 dieser Anlaufstellen. Rund 70 Prozent der Bevölkerung in Thüringen sind laut Gesundheitsministerium gegen Covid-19 geimpft, die Quote bei Erstimpfung und Grundimmunisierung ist nahezu identisch. (dpa/red)