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Thüringen: Unverhoffte Rettung für historische Mühle! „Kriegen wir wieder hin“

Thüringen: Unverhoffte Rettung für historische Mühle! „Kriegen wir wieder hin“

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Bodo Schackow

Thüringen: So schön ist das Bundesland

Klettbach. 

Hoffnungsschimmer für Thüringen! Es gibt gute Nachrichten im Wiederaufbau der beliebten Bockwindmühle in Klettbach.

Vergangene Woche fiel sie dem heftigen Sturm Zeynep zum Opfer. Trotz anfänglicher Euphorie folgte der bittere Tiefschlag: Es fehlte ein wichtiges Teil zum Neuaufbau. Doch das soll jetzt nach Thüringen geliefert werden. Und die Rettung kommt aus Sachsen!

Holz-Retter besichtigt Mühle in Thüringen

Wie heißt es so schön, „After every storm comes a rainbow“ (zu deutsch: „Nach jedem Sturm gibt es einen Regenbogen.“) – das kommt jetzt auch der 279 Jahre alten Bockwindmühle aus Klettbach zugute! Sie konnte dem Sturm Zeynep nicht standhalten. Die Folge: Ein Haufen Holz (Alle Einzelheiten hier).

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Short Facts zur Bockwindmühle Klettbach:

  • Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen Thüringens
  • Höchstgelegene Bockwindmühle Deutschlands
  • Standort: 500 Meter außerhalb von Klettbach in 437,7 Meter Höhe

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Trotz engagierter Bürger und dreistelliger Spendensumme sah es einige Tage schlecht um sie aus. Ihr Original-Kammrad wurde so schwer beschädigt, dass ein Wiederaufbau kaum möglich war. Aber Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! Denn jetzt meldete sich ein echter Holz-Held bei der Stadt Klettbach.

Der 46-jährige Zimmerermeister Martin Wernicke machte sich Mittwoch aus Wiedemar (Sachsen) auf den Weg nach Thüringen, um das umgefegte Wahrzeichen zu begutachten. Wie die „Bild“ berichtet, sei er dafür bestens qualifiziert: Bereits über 20 Denkmäler habe er schon restauriert oder repariert. Somit ist er genau der richtige Mann für das Herzensprojekt.

Thüringen: Mühlen-Rettung startet ab März

Seine Hauptaufgabe wird sein, die sechs Meter lange und 65 Zentimeter dicke Achse zu erneuern. Dafür benötigt er einen passenden und kerzengeraden Ersatz-Baum. „Die Mühle kriegen wir wieder hin“, äußert sich Wernicke gegenüber der „Bild“. „Ich habe viel telefoniert und hatte Glück. Einer meiner Konkurrenten hat eine geeignete Eiche lagernd. Diese wurde vor fünf Jahren gefällt, ist trocken genug, damit ich sie verarbeiten kann.“

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Und jetzt geht’s Schlag auf Schlag! Schon Anfang März startet das Projekt „Mühlen-Rettung“. Damit sich das Rad in Thüringen wieder drehen kann, werden circa 500.000 Euro investiert. (mbe)