Veröffentlicht inThüringen

Wartburgkreis: Abschleppdienst organisiert Mega-Hilfs-Konvoi für die Ukraine – „Herz tut weh“

Ausländer an der ukrainisch-polnischen Grenze: "Sie behandeln uns wie Hunde!"

Hunderttausende Ukrainer haben ihr Land in Richtung Europa verlassen. An den Grenzübergängen harren aber noch zahlreiche Menschen aus, die weder aus der Ukraine, noch einem anderen europäischen Land stammen. Sie fühlen sich schlecht behandelt, von den ukrainischen Behörden.

Stockhausen. 

Der dramatische Ukraine-Krieg lässt auch die Menschen im Wartburgkreis nicht kalt.

Ein Abschleppdienst aus dem Wartburgkreis hat deshalb eine Hilfsaktion organisiert, um den Menschen aus der Ukraine zu helfen. Dabei sind so viele Sachspenden zusammengekommen, dass sich die Aktion zu einem wahren Mega-Konvoi entwickelte.

Wartburgkreis: Ungebrochene Hilfsbereitschaft

Eigentlich wollte der Abschleppdienst Schaarschmidt in Stockhausen Sachspenden sammeln und mit einem Transporter in die Ukraine fahren, wie „News 5“ berichtet. In den sozialen Medien hat das Unternehmen deshalb einen Spendenaufruf gestartet. Dabei sind allerdings derart viele Spenden zusammengekommen, dass ein richtiger Konvoi nötig wurde, um die Spenden in die Ukraine zu bringen.

13 Transportfahrzeuge traten ihre Reise an – darunter sogar ein 40-Tonner! Geladen hatten sie dabei alles mögliche: Von Shampoo über Lebensmittel bis Spielsachen und Konserven. Spenderin Luidmyla Beznos kommt selber aus der Ukraine: „Meine Familie ist dort. Mein Herz tut weh,“ sagt sie sichtlich bedrückt in die Kamera.

Grundschule beteiligt sich an Spendenaktion im Wartburgkreis

Die Mosewald Grundschule in Eisenach hat von der Hilfsaktion Wind bekommen und sogar einen Elternbrief rausgeschickt: „Bin überrascht, wie viel es geworden ist. War eine Pritsche voll mit Babynahrung, Bettwäsche, Zahnpasta, Duschbad“, erklärt Roberto Säckl.

—————————-

Mehr Themen:

—————————-

+++ Ukraine-Blog: Hier die aktuellen Entwicklungen +++

In ganz Thüringen sei die Spendenaktion in dieser Dimension einzigartig, wie Helferin Katrin Seifert erklärte. Immer wieder waren neue Transporter nötig, um die Sachen in die Ukraine bringen zu können: „.Es rollen andauernd neue Transporter an. Wir kommen eigentlich schon gar nicht mehr hinterher,“ so Seifert weiter.

Am Dienstag ist der Mega-Konvoi in der Ukraine angekommen, wie die „Thueringer Allgemeine“ berichtet. (jko)