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Thüringen: Gastronom will Ukraine-Flüchtlingen helfen! So weit würde er gehen

Thüringen: Gastronom will Ukraine-Flüchtlingen helfen! So weit würde er gehen

© picture alliance/dpa | Paul Zinken

Flüchtlinge aus der Ukraine kommen in Berlin an

Am Berliner Hauptbahnhof kommen zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine an - unter ihnen sind der 17-jährige Maxym und seine Mutter. Sie haben eine Zugfahrt durch fünf Länder hinter sich. Die Deutsche Bahn befördert ukrainische Flüchtlinge jetzt kostenlos von Polen nach Berlin.

Eisenberg. 

Wegen des schrecklichen Krieges flüchten immer mehr Ukrainer aus ihrem Heimatland. In Thüringen ist die Hilfsbereitschaft riesig – es wird gespendet und angepackt, wo es nötig ist.

Ein Gastronom und Hotelier aus Thüringen hat jetzt einen besonderen Aufruf gestartet. Er möchte Ukraine-Flüchtlingen nicht nur ein Dach über dem Kopf ermöglichen – sein Engagement geht noch viel weiter.

Thüringen: Nicht nur kostenlose Zimmer und Verpflegung

Mike Meier betreibt den kleinen Gastro- und Hotelbetrieb „Friedrichs Tanneck“ in Eisenberg. Der 47-Jährige hat auf Facebook einen Aufruf gestartet, der in der „Hilfe für die Ukraine“-Gruppe mehrfach geteilt wurde: „Ich würde sechs Frauen und Kinder aus der Ukraine aufnehmen“, schreibt Meier dort.

Im Gespräch mit Thüringen24 erzählt er weiter: „Ich will drei meiner Zimmer zur Verfügung stellen – kostenlos natürlich.“ Die Verpflegung soll dabei auch inklusive sein. Aber dabei soll es nicht bleiben. Meier ist es nicht nur eine Herzensangelegenheit ukrainischen Flüchtlingen zu helfen. Er möchte sie auch an der deutsch-tschechischen Grenze abholen.

Außerdem würde er auch bei Behördengängen helfen. „Ich hab auch schon mit der Ausländerbehörde telefoniert, sobald jemand da ist, wird mir Bescheid gegeben“, erzählt der Gastronom. Doch gibt es für das große Engagement eigentlich einen besonderen Hintergrund?

Gastronom aus Thüringen war als Soldat im Kosovo-Krieg

Zum einen sei es das Naturell des 47-Jährigen, aber es gibt auch einen besonderen Hintergrund. Meier ist Ex-Soldat. Im Kosovo war er deshalb im Einsatz: „Da hab ich viel Kaputtes gesehen, wirklich.“ Besonders nah sei ihm aber „das Leid der Menschen“ gegangen.

Eine Sache verbindet ihn noch mit der Ukraine: „Bei mir haben mal drei ukrainische Studenten gearbeitet“, so Meier weiter. Den Familien würde es allerdings gut gehen und sie seien in Sicherheit. Aber auch diese Verbindung ist für Mike Meier ein Antrieb – er will einfach helfen.

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Thüringen: Meier bittet um Sachspenden

Meier hat auch schon einen Anruf bekommen, dass Flüchtlinge auf dem Weg sind und das Angebot wahrnehmen würden.

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Dafür braucht der 47-Jährige noch Sachspenden. Die sollen dann persönlich vorbeigebracht werden, aber erst wenn er wirklich Flüchtlinge aufgenommen hat: „Soll ja nicht so aussehen, als ob das von alles mir kommt.“ (jko)