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Bodo Ramelow will Russen-Jachten einkassieren – das steckt hinter dem Vorschlag

Das ist Bodo Ramelow

Bodo Ramelow ist der erste Linke-Politiker der Ministerpräsident geworden ist.

Erfurt. 

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zeigt angesichts des Ukraine-Krieges klare Kante! Am Mittwoch sprach er sich dafür aus, die Jachten russischer Oligarchen einzukassieren und sie einem komplett anderen Zweck zukommen zu lassen.

Bodo Ramelow möchte sie stattdessen für die Seenotrettung einsetzen.

Bodo Ramelow will Luxus-Jachten der Oligarchen einkassieren

Das sagte der Linke-Politiker im Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Ja, ich sage gern: Ich bin dafür, dass man die Luxusjachten der Oligarchen einkassiert und an Sea-Watch überträgt“, erklärt Ramelow. Die Linke habe sich schon immer für die Enteignung von Oligarchen eingesetzt. Jetzt, im Ukraine-Krieg, plädiere er umso stärker für „Seenotrettung mit Oligarchenbooten“.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater an einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe; hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • erster Linken-Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Wladimir Putin, so Ramelow, könne vom Krieg in der Ukraine nur noch abgebracht werden, „indem wir den Geldhahn zudrehen“. Deshalb sei er „für einen kompletten Entzug aller Vermögenswerte derer, die das System Putin tragen.“

Bodo Ramelow auch für eine Aufrüstung der Bundeswehr

Ramelow, der in diesem Jahr auch als Bundesratspräsident amtiert, spricht sich angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine dafür aus, dass sich die Linke von alten Gewissheiten verabschieden solle, etwa der Hinwendung zum Pazifismus.

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„Ich sehe, dass ein aggressiver Angriffskrieg gegen einen souveränen Staat geführt wird“, so Ramelow. „Insofern kapituliere ich vor meiner eigenen Haltung.“ So habe er auch seine Meinung zur Aufrüstung geändert. Im Gegensatz zu seiner Partei finde er sogar, dass die Bundeswehr besser ausgestattet werden müsse so der Linke-Politiker. (dpa)