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Thüringen: Pendler warten seit 20 Jahren auf DIESE Baustelle – jetzt geht sie los

Thüringen: So schön ist das Bundesland

Mühlenhausen/Bad Langensalza. 

Es ist ein fast historisches Ereignis in Thüringen! Nach 20 Jahren nehmen die Bauarbeiten des größten Verkehrsinfrastrukturprojekts endlich Fahrt auf.

In Thüringen entsteht eine 24 Kilometer lange Bundesstraße zwischen Mühlhausen und Bad Langensalza, auf die sich viele Pendler gefreut haben.

Thüringen: Bauarbeiten zur Steigerung der Lebensqualität

Am Montagmorgen kam es zu dem offiziellen Baubeginn für den Ausbau der B247 in Thüringen. Bis Mitte 2025 soll hier die neue Umgehungsstraße entstehen. Und auf die wurde lange gewartet: 20 Jahre lang war der Bau angekündigt.

Vor allem für die Bewohner aus Höngeda und Großengottern bedeutet das Aufatmen. „Die neuen Ortsumgehungen werden die Orte vom überregionalen Durchgangsverkehr entlasten“, so Thüringens Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij. „Das steigert die Lebensqualität für Anwohnerinnen und Anwohner deutlich.“ Ein weiterer Vorteil: 40 Minuten weniger Fahrzeit von Mühlhausen nach Erfurt!

„Tag der offenen Baustelle“ in Thüringen geplant

Der Ausbau der B 247 umfasst unter anderem:

  • neue Umgehungsstraßen für die Orte Mühlhausen, Höngeda, Großengottern und Schönstedt
  • 31 Bauwerke, darunter zwei Brücken über die Unstrut und fünf Eisenbahnbrücken
  • acht Anschlussstellen einschließlich Umbau der Anschlussstelle Bad Langensalza-West und rund 6 Kilometer zusätzliche Landes- und Bundesstraßen zur Anbindung an die neue Trasse
  • zehn Regenrückhaltebecken und 59 Kilometer Entwässerungsleitungen sowie umfangreiche Umweltschutz- und Landschaftsbaumaßnahmen

Allerdings stoßen die Bauarbeiten auch auf kontroverse Meinungen. Denn für das Straßenprojekt werden circa 300 Hektar Ackerfläche geopfert. „Gerade der Verzicht auf den vierspurigen Querschnitt zwischen Mühlhausen und Bad Langensalza hätte den Flächenfraß erheblich reduziert“, so die grüne Verkehrspolitikerin Laura Wahl.

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Das riesige Verkehrsprojekt in Thüringen kostet den Bund rund 560 Millionen Euro. Sobald es Corona ermöglicht, wird es einen „Tag der offenen Baustelle“ für alle Interessierten geben. (mbe)