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Weimar: „Nicht willkommen“ – Buchenwald-Stiftung lädt Russen aus

Weimar: „Nicht willkommen“ – Buchenwald-Stiftung lädt Russen aus

94-jährige Polin kämpfte gegen Nazis - und jetzt für die EU

Vor fast 80 Jahren kämpfte die Polin Wanda Traczyk-Stawska beim Aufstand in Warschau gegen die Nazis - heute legt sie sich mit der eigenen Regierung an: Sie engagiert sich für einen Verbleib Polens in der EU und für Flüchtlinge.

Weimar. 

Klare Ansage aus Weimar.

Bei den Gedenkfeiern zum 77. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora bei Weimar in Thüringen sind offizielle Vertreter von Russland und Belarus wegen des Ukraine-Kriegs unerwünscht.

Weimar: Russen bei Gedenkfeier zu Buchenwald-Befreiung nicht willkommen

„Wir haben den konsularischen Vertretungen schriftlich mitgeteilt, dass sie bei den Veranstaltungen nicht willkommen sind“, sagte Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, in Nordhausen.

Offizielle Vertreter der beiden Länder bei den Feierlichkeiten zu empfangen, sei eine unerträgliche Vorstellung, sagte Wagner mit Blick auf den Tod des Buchenwald-Überlebenden Boris Romantschenko im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.

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Mehr aus Weimar:

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Weimar: Schock nach Romantschenko-Tod

Der 96-jährige Romantschenko, zuletzt Vizepräsident des internationalen Komitees von Überlebenden der beiden Lager, war Mitte März bei einem russischen Bombenangriff auf die ukrainische Stadt Charkiw getötet worden. Sein Tod hatte weltweit Entsetzen ausgelöst.

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Die nationalsozialistischen Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora bei Weimar waren am 11. April 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs von US-Truppen befreit worden. (dpa/red)

Je länger der Zweite Weltkrieg her ist, desto weniger Zeitzeugen gibt es noch. Umso bewegender ist die Geschichte von Boris Romantschenko, der das KZ Buchenwald bei Weimar überlebte. (Hier liest du mehr)