Thüringen: Wird der Atom-Müll bald bei uns gebunkert? DAS sagt ein Experte

Suche nach Atom-Endlager: Schulze mahnt Solidarität an

Suche nach Atom-Endlager: Schulze mahnt Solidarität an

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat die ersten Ergebnisse des Auswahlverfahrens für ein Atommüll-Endlager begrüßt. Allein die Geologie müsse darüber entscheiden, welcher Standort es am Ende wird. Politische Motive dürften dabei keine Rolle spielen.

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Wird bald Atom-Müll in Thüringen gebunkert?

Ein Experte aus Thüringen hat sich zu diesem Thema geäußert. Was er über den Freistaat als Endlager für Atom-Müll denkt, erfährst du hier.

Thüringen: Atom-Müll bald bei uns?

So abwegig ist das für den SPD-Landtagsabgeordneten Denny Möller offenbar nicht, wie er im Gespräch mit der „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) erzählt. „Thüringen [kann] mit seinen Gegebenheiten durchaus für ein Endlager infrage kommen,“ sagt Möller gegenüber dem Blatt.

Aber warum? Im Gegensatz zu Berlin oder dem Ruhrgebiet hat Thüringen einen ganz entscheidenden Vorteil: Im Freistaat gibt es zum Beispiel keine Ballungsräume. Wichtig sei Möller aber außerdem, den Thüringern keine Angst zu machen: „Schaut genau hin, was hier passiert,“ ist sein Anliegen.

Thüringen berät über Auswahlverfahren für Atom-Müll-Standort

Am Mittwoch tagten die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und das Nationale Begleitgremium (NBG) und zogen Bilanz. Dazu stellt Laura Wahl, umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, klar: „Als bündnisgrüne Fraktion werden wir das Suchverfahren weiterhin konstruktiv-kritisch begleiten.“

Und weiter: „Gemäß Gesetz wird der Prozess in einem wissenschaftsbasierten und transparenten Verfahren durchgeführt, um so den geologisch sichersten Standort in Deutschland zu finden. Wir alle wissen, wie schwer es sein wird, Akzeptanz für einen neuen Endlagerstandort zu schaffen. Es hilft niemandem, Angst zu schüren. Wichtig sind Informationen darüber, wie der Such- und Beteiligungsprozess gestaltet ist.“


Entscheidung über Atom-Müll-Endlager in Thüringen kommt in neun Jahren

In knapp neun Jahren entscheidet der Bundestag darüber, wo das Endlager für den Atom-Müll entstehen soll, wie die „OTZ“ berichtet. 90 Teilgebiete sind in diesem Zusammenhang von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) benannt worden – sie sollen auf ihre Eignung untersucht werden.

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An vier weiteren Teilgebieten sind die Untersuchungsmethoden entwickelt worden. Und gleich zwei davon liegen in Thüringen. Warum das für ziemlich viel Kritik gesorgt hat und was sich Denny Möller noch wünscht, erfährst du auf www.otz.de. (jko)