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Thüringen: Chaos mit Ukraine-Flüchtlingen – jetzt soll etwas passieren

Thüringen: Chaos mit Ukraine-Flüchtlingen – jetzt soll etwas passieren

© picture alliance / SULUPRESS.DE | Vladimir Menck/SULUPRESS.DE

Ukraine: Zivilisten aus Stahlwerk in Mariupol in Sicherheit gebracht

Erstmals hat eine größere Gruppe Zivilisten in einer Evakuierungsaktion das umkämpfte Asow-Stahlwerk im südukrainischen Mariupol verlassen können. Entsprechende frühere Versuche waren fehlgeschlagen.

Weimar. 

Seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs suchen immer mehr Flüchtlinge in Deutschland Zuflucht. Auch Thüringen nimmt Ukrainer auf.

Doch je mehr Menschen nach Thüringen kommen, desto schwieriger wird die gerechte Verteilung auf die Städte und Landkreise. An dieser Stelle soll jetzt etwas passieren.

Thüringen: Immer wieder abgesagte Flüchtlingsbusse

Das Thüringen Landesverwaltungsamt sieht dringenden Abstimmungsbedarf zwischen den Verwaltungsbehörden der Bundesländer über die Verteilung von Ukraine-Flüchtlingen.

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Das sind die größten Städte in Thüringen*:

  1. Erfurt (213.692)
  2. Jena (110.731)
  3. Gera (92.126)
  4. Weimar (65.098)
  5. Gotha (45.273)
  6. Eisenach (41.970)
  7. Nordhausen (40.969)
  8. Ilmenau (38.637)
  9. Suhl (36.395)
  10. Mühlhausen (35.799)

* Stand: 2020

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Dass die Ankunft vom Bund angekündigter Flüchtlingsbusse kurzfristig abgesagt werde und sich Helfer wiederholt umsonst auf die Aufnahme und Versorgung der Menschen vorbereitet hätten, sei nicht nur ein Thüringer Problem, sagte der Präsident der Behörde, Frank Roßner, der Deutschen Presse-Agentur. Das treffe auch auf Ankünfte mitten in der Nacht zu, wenn die Mobilisierung von Helfern schwierig sei.

Vor einigen Tagen hatte Roßner bereits das Flüchtlings-Chaos thematisiert. Dabei hat er gegen einige Kommunen einen schweren Vorwurf erhoben. (Mehr dazu hier)

Große Flüchtlings-Konferenz in Thüringen

Deshalb findet ab Montag in Weimar eine Konferenz zu dem Thema zwischen den von höheren Verwaltungsbehörden in den Bundesländern statt. Daran nehmen die Vertreter von 24 Behörden wie Regierungspräsidien und Landesverwaltungsämter teil. Diese Behörden seien für die Abwicklung der Flüchtlingsankünfte zuständig, sagte Roßner.

Laut ihm seien in Thüringen an manchen Tagen nur etwa fünf Prozent der von Bundesbehörden angekündigten Geflüchteten aus der Ukraine angekommen. Zuletzt waren die Busse nach seinen Angaben immerhin zu 20 Prozent ausgelastet. Täglich kämen etwa acht bis zehn Busse an.

Thüringen führt neues Registersystem ein

Ab Montag werden Roßner zufolge geflüchtete Menschen aus der Ukraine über ein neues, einheitliches Registriersystem erfasst. Bisher sei die Registrierung über mehrere Systeme gelaufen, was einen realistischen Überblick über Flüchtlingszahlen erschwert habe. Vom Bund werden die Geflüchteten auf die Bundesländer entsprechend der Einwohnerzahl und der Wirtschaftskraft („Königsteiner Schlüssel“) verteilt.

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Weitere Themen der zweitägigen Konferenz sind der Ausbau von erneuerbaren Energien, die Fachkräftesicherung in der Verwaltung und die Anerkennung der Berufsabschlüsse von ausländischen Ärzten. In Thüringen wurden seit Jahresbeginn die Approbationen von 53 Medizinern aus dem Ausland anerkannt, fast die Hälfte kommt aus Nicht-EU-Ländern. Mit der Approbation sind sie als Ärzte voll einsatzfähig. Zehn weitere erhielten eine Berufserlaubnis, mit der ausländische Mediziner unter fachlicher Aufsicht anderer Ärzte arbeiten können. (dpa/red.)