9-Euro-Ticket in Thüringen: Lauert HIER eine Falle bei der Deutschen Bahn? Ministerin warnt

So will die Bundesregierung Bürgerinnen und Bürger entlasten

So will die Bundesregierung Bürgerinnen und Bürger entlasten

Zur Abfederung der immens gestiegenen Energiekosten hat die Ampel-Koalition ein zweites Maßnahmenpaket in Milliardenhöhe für die Bürgerinnen und Bürger geschnürt: So sind unter anderem eine Energiepreispauschale von 300 Euro, ein reduzierter Spritpreis, Hilfen für Familien sowie günstige Tickets für den Nahverkehr vorgesehen.

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Erfurt/Gera. Das 9-Euro-Ticket ist in Thüringen heiß begehrt – das beweist der Run auf die Billig-Fahrscheine noch vor dem Start der Aktion.

Ab kommendem Mittwoch können Reisende günstiger von A nach B gelangen. Aber, stimmt das wirklich? Eine Ministerin warnt vor einer Falle bei dem 9-Euro-Ticket in Thüringen.

9-Euro-Ticket in Thüringen: Lauert eine Falle für die Reisenden?

Viel wurde bereits über das 9-Euro-Ticket in Thüringen diskutiert. Nachdem bereits geklärt wurde, wer, wann und wo mit dem Sonderticket fahren darf, gibt es jetzt neuen Gesprächsstoff.

Denn laut „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) warnt Infrastruktur­-Ministerin Susanna Karawanskij (Linke) Reisende vor einer Falle. Für jene kann die Strecke zwischen Gera und Erfurt nämlich zum Problem werden. Im 9-Euro-Ticket wird der Gera-Intercity nicht berücksichtigt.

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass sich die DB Fernverkehr bei den Ländern bedienen will und sich nicht – wie andere Verkehrsunternehmen auch – die durch das 9-Euro-Ticket entstehenden Ausfälle im Nahverkehr über den ÖPNV-Rettungsschirm des Bundes erstatten lässt“, ärgert sich Karawanskij gegenüber der „OTZ“. „Nach einer intensiven Verhandlung mit der DB Fernverkehr muss ich leider feststellen: Die DB bewegt sich keinen Millimeter.“

9-Euro-Ticket in Thüringen: Deutsche Bahn soll ein Angebot gemacht haben

Die Deutsche Bahn hält dagegen. Sie habe dem Land ein Angebot für die Freigabe des 9-Euro-Tickets in den Intercitys gemacht. Die Forderung einer sechsstelligen Zuzahlung kam allerdings nicht zum Tragen. Der „OTZ“ zufolge investiert der Freistaat selbst bereits bis zu 1,5 Millionen Euro für den vergünstigten Tarif.

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Damit es auf der Reise keine Komplikationen gibt, können sich die Fahrgäste auf die Regionalzüge der Erfurter Bahn und DB Regio verlassen. Inhaber von Semester-Tickets und Nahverkehrs-Abos können hingegen wie gewohnt auch den IC im Nahverkehr nutzen. (neb)