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Thüringen leidet nach Hitze-Rekorden – könnten SIE bald verschwunden sein?

Thüringen leidet nach Hitze-Rekorden – könnten SIE bald verschwunden sein?

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Hendrik Schmidt

Thüringen: So schön ist das Bundesland

Nach den Hitzerekorden in den vergangenen Tagen und Wochen sorgte eine Kaltfront zunächst für etwas erträglichere Temperaturen in Thüringen. Dennoch: Die Hitze und die Trockenheit in der letzten Zeit machen nicht nur den Menschen zu schaffen.

Insbesondere der fehlende Regen macht sich in Thüringen immer stärker bemerkbar und könnte dafür sorgen, dass eine beliebte Spezialität der Region bald zur Rarität wird oder gänzlich verschwindet.

Thüringen: Ganze Region von Trockenheit betroffen

In der Saale-Unstrut-Region sorgt die Trockenheit der vergangenen Tage und Wochen für besondere Frustration und Sorgen – und zwar bei den Winzern.

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Das ist das Bundesland Thüringen:

  • der Freistaat Thüringen hat rund 2,1 Millionen Einwohner auf 16.000 Quadratkilometer Fläche
  • Landeshauptstadt und zugleich größte Stadt ist Erfurt
  • weist eine hohe Dichte an wichtigen Kulturstätten auf, darunter das „Klassische Weimar“ (Unesco-Weltkulturerbe), das Bauhaus in Weimar und die Wartburg bei Eisenach
  • Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Linke), regierende Parteien sind Linke, SPD, Grüne

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Sie sind besonders auf den Regen und das wechselhafte Wetter angewiesen. Die Weinreben, die dort in einer Vielzahl angebaut werden, benötigen die Sonne und Wasser gleichermaßen. Wenn eines von beiden ausbleibt, hat es starke Auswirkungen auf das Wachstum der Pflanzen und die Ernte der Winzer.

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Nach den vergangenen Tagen melden die Winzer der Region laut „MDR-Thüringen“ Schäden an den Reben. Vor allem die Früchte an den oberen Hängen leiden unter der starken Hitze und der Sonneneinstrahlung.

Thüringen: Rettungsmaßnahmen sind teuer und aufwendig

„Wir gehen momentan von Schäden zwischen 10 und 15 Prozent bei frühen Rebsorten aus, wie Bacchus, Müller-Thurgau und Riesling“, erklärt der Präsident des Weinbauverbandes Saale-Unstrut Hans Albrecht Zieger. Bei einigen Beeren sei bereits ein Sonnenbrand zu erkennen.

Um die Weinherstellung sicherzustellen und die Reben zu retten, seien nun besondere Maßnahmen notwendig. Die Hänge müssten also vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden.

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Zieger schlägt deshalb vor, die Weinblätter, die die Trauben verdecken zu verschneiden. Dadurch könnten die Reben früher gelichtet werden als bisher üblich. So vorzugehen, würde allerdings Mehrarbeit und Mehrkosten verursachen.

Normalerweise beginnt die Ernte der Trauben Mitte September. (kl)