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Thüringer Wald: Du suchst ein einmaliges Hotel-Erlebnis? Dann solltest du HIER übernachten

Thüringer Wald: Du suchst ein einmaliges Hotel-Erlebnis? Dann solltest du HIER übernachten

© IMAGO / Karina Hessland

Thüringen: So schön ist das Bundesland

Hast du vielleicht auch schon einmal in einem dieser skurrilen Hotels im Thüringer Wald übernachtet?

Die Beton-Bauten sind ziemlich außergewöhnlich – viele Menschen in der Region sind aber stolz darauf. Für Auswärtige sind sie dagegen womöglich etwas gewöhnungsbedürftig. Für eine Übernachtung im Thüringer Wald mit etwas nostalgischem Charme sind sie jedenfalls definitiv zu empfehlen!

Thüringer Wald: HIER übernachten Urlauber noch immer

Der Thüringer Wald ist ein beliebtes Urlaubsgebiet – sowohl im Sommer als auch Winter. Da liegt es nur nahe, dass hier auch verschiedenste Hotels um die Gunst der Touristen werben. Bereits in der DDR war es besonders wichtig, Erholungsräume für Arbeiter und Co. zu schaffen.

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Das ist der Thüringer Wald:

  • ein gut 1000 Quadratkilometer großes Mittelgebirge
  • südöstlich wird es vom Thüringer Schiefergebirge fortgesetzt
  • Zusammen mit dem Frankenwald und dem Fichtelgebirge bildet der Thüringer Wald das Thüringisch-Fränkische Mittelgebirge
  • Über den gesamten Gebirgskamm führt der berühmte Rennsteig

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Doch dabei nutzten Architekten vor allem ein Material: Beton. In Bad Tabarz am Fuß des Inselbergs ist 1951 eines der ersten sogenannten Ferienheime entstanden, wie der MDR in einer Dokumentation berichtet. Dabei erinnert es von außen an eine Mischung aus Palast und Heilstätte.

Beton-Klotz im Thüringer Wald erinnert an Ski-Schanze

Oberhof ist bekannt für Ski-Sport. 1967 ist hier das Panorama-Hotel gebaut worden. Der Beton-Klotz erinnert dabei passend zur Umgebung an eine Ski-Schanze und die Fortsetzung der Berglandschaft. Das Kuriose: Die Ähnlichkeit zur Schanze war ursprünglich gar nicht gewollt – nach der Fertigstellung des Hotels aber einfach unverkennbar.

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Das Hotel ist von jugoslawischen Architekten vor allem zu einem Zweck gebaut worden: Es sollte die westlichen Erholungsorte in den Schatten stellen, wie es in der MDR-Doku weiter heißt. Der 56 Meter hohe Beton-Berg sollte später das St. Moritz des Ostens werden.

Finsterbergen im Thüringer Wald: Mehrere Betonwürfel zusammengesetzt

Das ehemalige FDGB-Ferienheim Finsterbergen auf dem Dinsterberg im Thüringer Wald. Hier sind einfach mehrere Betonwürfel zusammengesetzt worden. Weil es auf dem Berg ziemlich eng war, sind die Räume für die Gästeversorgung unter dem Haus gebaut worden. Und dafür gab es 1976 sogar einen Preis.

Im gleichen Jahr entstand auf dem Reinhardsberg ein weiteres Beton-Hotel. 1.600 Gäste konnten hier Platz finden. Optisch war dabei eine Sache ziemlich auffällig: Der Gipfelbau erinnert von außen an einen Bienenstock – die Logien sind in besonderen Sternenelementen verkleidet worden.

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Noch heute kannst du in den Beton-Hotels im Thüringer Wald übernachten und dich ein bisschen zurück in die DDR versetzen lassen. (jko)