Veröffentlicht inThüringen

Thüringen: „Wollen Taten folgen sehen“ – CSD in Altenburg erinnert an Opfer von Queerfeindlichkeit

LGBTQIA+: Die 8 Flaggen der Community

CSD in Altenburg in Thüringen!

Mit einem Demonstrationszug haben Menschen in Altenburg (Thüringen) ihre Forderung nach gesellschaftlicher Akzeptanz von queeren Menschen bekräftigt.

Thüringen: Auch Ramelow beim CSD in Altenburg dabei

Nach Polizei-Angaben waren rund 250 Menschen zum zweiten Christopher Street Day (CSD) in der Stadt im Osten Thüringens auf den Straßen unterwegs. Darunter war auch Thüringens Ministerpräsident Bode Ramelow (Linke).

thüringen altenburg csd.jpg
Mit einem Demonstrationszug haben Menschen in Altenburg ihre Forderung nach gesellschaftlicher Akzeptanz von queeren Menschen bekräftigt. (Archivbild) Foto: IMAGO / CHROMORANGE

Das Organisationsteam nutzte den CSD, um an Opfer von Angriffen in Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität zu erinnern. „Wir stehen an der Seite der Opfer von queerfeindlicher und rechter Gewalt“, teilte das Team vorab in einem Instagram-Post mit und verwies darauf, dass es auch in Altenburg in der Vergangenheit zu Angriffen auf queere Personen gekommen sei. Es sei jedoch egal, ob die betroffene Person aus Altenburg, Münster, Bremen oder München komme.


Ähnliche News aus Thüringen:

Erfurt: Nach CSD – Schwulenhasser unterwegs? Männer verbrennen Regenbogenflagge

„Homo-Propaganda“ – CSD-Sprecher kritisieren Gegendemo

Hunderte beim CSD für Akzeptanz und Gleichberechtigung auf der Straße


Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Anfang September war es im Zuge einer Christopher-Street-Day-Versammlung in Münster zu einem tödlichen Angriff auf einen 25-Jährigen gekommen.

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.

„Kommunale Verwaltungsspitzen sind mit ihren Gremien dazu angehalten, endlich etwas für die Verbesserung der Lebensqualität für alle Menschen der Gesellschaft zu unternehmen“, forderte das CSD Altenburg-Team. „Wir wollen keine warmen Worte hören, sondern wir wollen Taten folgen sehen.“

+++ Altenburg hisst die Regenbogenflaggen – zuvor gab es Drohungen +++

Thüringen erlebte in diesem Jahr mehrere CSD-Aktionen; unter anderem in Jena, Weimar und Erfurt. Der CSD soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern. Ende Juni 1969 stürmten Polizisten in New York die Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus. (dpa)