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Thüringen: Irre Wendung! Unfassbar, was ein Ex-Metzger jetzt macht

Damit rechnet man wohl ausgerechnet bei einem leidenschaftlichen Metzger nicht… Hier erfährst du, was mit dem Mann in Thüringen passierte!

u00a9 IMAGO / Sven Simon

Thüringen:

So schön ist das Bundesland

Völlig normal, wenn im Leben mal die Interessen, möglicherweise auch der Beruf wechselt. Man verändert sich und auch die Umstände bleiben nicht gleich. Bei einem Metzger in Thüringen kommt eine Wendung jetzt allerdings unerwartet.

Mal ehrlich, von einem Metzger erwartet man nicht gerade einen großen Sinneswandel, was die Tierwelt anbelangt, oder? Umso krasser, wie sehr ein Mann aus Weilrode (Thüringen) sein Leben umgekrempelt hat…

Thüringen: Ein Szenario, das man kaum glauben kann

In Weilrode, ein Ortsteil im Eichsfeld, liegt ein Tierschutzhof. Dort leben rund 150 Tiere – Schafe, Kühe, Pferde, Enten, Kaninchen und mehr – und werden vor dem Schlachten bewahrt.

Schlachten, genau das, was Markus S. als Metzger leidenschaftlich jahrelang tat. Ein irrer Kontrast und so manches Mal könnte man sich fragen, wie sich Metzger in einem solchen Umfeld fühlen. Markus fühlt sich jedenfalls gut. Mittlerweile zumindest.

Denn er hat seinem Metzger-Job den Rücken zugewandt. Bei ihm landen jetzt keine zahlreichen Tiere mehr täglich unter dem Messer. „Das waren unzählige Tiere“, spricht er in Erinnerung gegenüber der „Bild-Zeitung“.


Das ist ein Gnadenhof:

  • Oft werden hier Tiere „aufgefangen“ und vor dem Tod bewahrt
  • Kranke Tiere werden aufgepäppelt und dürfen auf den Höfen oft ihren Lebensabend verbringen
  • Man nennt Gnadenhöfe auch „Tierasyl“ oder „Lebenshof“

Irrer Kontrast für Metzger in Thüringen

Während er sich an seinen ehemaligen Alltag erinnert, sitzt er zwischen einem querschnittgelähmten Lamm zwischen Schweinen und anderen Tieren auf der Wiese. Er erklärt: „In einer Stunde haben wir allein zehn Tonnen Hackfleisch durch einen riesigen Fleischwolf gedreht.“


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2021 kam der Sinneswandel: Seitdem führt er mit seiner Geschäftspartnerin Ann-Christin P. den zwei Hektar großen Gnadenhof „Heile Seele“ in Weilrode. „Wir haben uns auf die Pflege kranker Wiederkäuer spezialisiert. Wir nehmen Tiere aus industriellen Zuchtanlagen und päppeln sie hoch“, sagt er der „Bild-Zeitung„. Nach fast acht Jahren Schlachterei, fünf davon sogar in Fließbandarbeit bei einem Großkonzern, habe er das nicht mehr gekonnt.

Das schlechte Gewissen trieb ihn zur Kündigung und anschließend in schlimme Depressionen. Heute ist er überzeugter Veganer und rettet zahlreichen Nutz-, Hof- und Haustieren das Leben. So kann’s kommen…