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„Lost Place“ im Thüringer Wald: Früher tobte hier das Leben – jetzt holt sich die Natur alles zurück

Mitten im Thüringer Wald tobte lange Zeit das Leben, jetzt ist der Austragungsort nicht mehr wiederzuerkennen. Die Natur machte ihn zum „Lost Place“.

© IMAGO / Jens Bondarenko

Thüringer Wald - diese Hotspots solltest du kennen

Früher hat mitten im Thüringer Wald noch das Leben getobt, bis nach einiger Zeit die Natur zurückschlug.

Jetzt wurde aus einem ehemaligen Hotspot im Thüringer Wald ein wahrer „Lost Place“ zum Gruseln und zum Wandern.

Thüringer Wald: Vom Schauplatz zum „Lost Place“

Es ist lange her, da tummelten sich im Thüringer Wald noch die Menschenmassen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts fanden inmitten des Waldes die Meisterschaften der Bob- und Rodelfahrer statt. Bis 1970 tobten die Massen, wenn die Bobfahrer in der Spießbergbahn an den Zuschauern vorbeischossen.

Doch nach der DDR-Meisterschaft 1970 war Schluss. Seither fanden hier keine großen Meisterschaften mehr statt. Nur noch ein kurzer Teil der Bahn wird von dem Städtischen Bob- und Rodelclub Friedrichroda für kleine Wettbewerbe und Nachwuchstraining genutzt.

Der Großteil der Bahn wurde seinem Schicksal überlassen. Aus dem Wintersport-Austragungsort wurde ein wahrer „Lost Place“. Besonders beliebt bei Freunden des Nervenkitzels und bei Mountain-Bike-Fahrern, die noch immer die Bahn herunterschießen.

„Lost Place“ im Thüringer Wald: Jetzt holt sich die Natur alles zurück

Besonders schaurig wird der „vergessene Ort“ – wie „Lost Place“ wörtlich übersetzt wird – durch die natürliche Verwucherung der Rennstrecke. Die Natur hat sich die Rodelbahn sichtbar zurückgeholt.

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Aus dem Boden sprießt das Grün der Pflanzen, auch Setzlinge kämpfen sich durch und sorgen für eine weitere Begrünung der über 1,5 Kilometer langen Anlage. Für Naturbegeisterte gehört die ehemalige Strecke schon lange zu einem echten Geheimtipp, nun haben auch „Lost-Place-Hunter“ den Ort für sich entdeckt.

„Lost Place“ im Thüringer Wald: Das sollten Besucher unbedingt beachten

Diese haben für erstmalige Besucher direkt auch mal ein paar Tipps und Infos, die sie nicht vorenthalten wollen. Vorab gibt es direkt die beruhigende Nachricht: Obwohl Rodelbahnen die obligatorische Eigenschaft besitzen, dass sie recht steil sind, lässt sich ohne Probleme die Bahn ablaufen. Die Bahn sei nicht so steil, wie man denkt, wird auf einem Portal für Wanderer erklärt.


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Zur Vorbeugung unangenehmer Begegnungen mit Brennnesseln und Dornen wird zudem unbedingt eine lange Hose empfohlen. Auch festes Schuhwerk sollte eingeplant werden. Dann sollte einer kleinen Wanderung ab dem Hotel Spießbergerhaus oberhalb des Bobbahn-Einstiegs nichts mehr im Weg stehen.