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Thüringen: Frau will nur Gutes tun – plötzlich landet ein Schock-Schreiben im Briefkasten

Eine Frau aus Suhl in Thüringen hat ein Herz für Katzen. Zuletzt hatte sie sich auch liebevoll um Streuner gekümmert. Das könnte ihr jetzt zum Verhängnis werden.

© IMAGO / ZUMA Wire

Fünf Gefahrenquellen im Haushalt für Haustiere

Keine gekippten Fenster oder Schokolade im Haus: Wer sicher gehen will, dass die Haustiere sicher Zuhause leben, sollte diese Gefahrenquellen beachten.

Eine Tierschützerin aus Thüringen ist fassungslos.

Eigentlich wollte die Thüringerin nur helfen – als Dank flatterte ihr eine saftige Rechnung ins Haus.

Thüringerin kümmert sich um Streuner

Elke Thorwirth kann es noch immer nicht fassen. Sie hatte in ihrem Garten am Friedberg Straßenkatzen gefüttert. Jetzt will die Stadt Suhl dafür abkassieren, berichtet die „Bild“. Sie solle jetzt Halterin der 26 Streuner sein, für sie sorgen und blechen, sagt Elke. Auch der Amtstierarzt habe ihr entsprechend mit einer tierschutzrechtlichen Verfügung gedroht.

Thüringen: Stadt Suhl erheben Vorwürfe

Der Grund: „Herrenlose“ Katzen zu füttern stellt laut Stadtordnung eine Ordnungswidrigkeit dar. Der Katzen-Freundin aus Suhl drohen jetzt Kosten von 5.000 Euro. Sie habe sich nicht an die Tier-Auffangstation gewendet, sagt die Stadt. Stattdessen habe sie den Katzen Unterschlupf geboten. „Durch ihr Handeln hat sich der Tierbestand unter Umständen sogar weiter erhöht“, hieß es laut „Bild“ in dem Schreiben.

Die Suhler Tierschützerin widerspricht: Als es zu viel wurde mit den Katzen, habe sie sehr wohl bei der Stadt angefragt – sei dann aber allein gelassen worden. Zum Glück kam Hilfe aus der Nachbarschaft: Eine Tierschützerin hat alle Streuner eingefangen. Jetzt kümmert sich der Verein „Kitten und Katzen Nothilfe“ um die Kleinen. Deren Kastration kostete 3.600 Euro. Die Vereinsmitglieder verstehen die Stadt Suhl nicht.


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Auch eine andere Tier-Initiative sagt, das es bei Haustieren den Status „herrenlos“ nicht gibt. Streuner seien rein rechtlich als „Fundsache“ einzustufen. Und damit ein Fall für die Stadt oder die Kommune – und nicht für Privatpersonen oder Vereine.