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Thüringer erhalten reihenweise irritierende Post! Verbraucherschützer mit dringender Warnung

Etliche Haushalte in Thüringen haben in letzter Zeit irritierende Briefe eines Telefon-Anbieters erhalten. Die Empfänger sollten aufpassen.

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Zunächst sieht der Brief ganz unscheinbar und professionell aus. Persönlich adressiert ist er auch. Kein Wunder, dass die Post gerade bei vielen Telefon-Kunden auch in Thüringen für Verwirrung sorgt.

Wenn du aber falsch auf den Brief reagierst, lässt du dich mitunter auf etwas ein, das du gar nicht möchtest. Auch Kunden in Thüringen sollten also höllisch aufpassen.

Thüringen: Irritierende Werbepost

Seit mehr als einem Jahr sorgen die Briefe der „1N Telecom GmbH“ aus Düsseldorf bei Telefon-Kunden in ganz Deutschland für Irritation. In letzter Zeit landet die Post des Unternehmens offenbar auch verstärkt in Thüringer Briefkästen. „Ja, ich habe schon einige dieser Briefe gesehen“, erklärt der Rudolstädter Peter Benndorf im Thürignen24-Gespräch. Er ist Filial-Chef bei einem Telekom-Partner in Saalfeld.

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Er habe schon im ganzen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aber auch im Saale-Orla-Kreis von Fällen gehört. „Was aufgefallen ist, es betrifft immer Leute mit einem Telefonbucheintrag, da kann teilweise schon Mal ein Brief an einen Verstorbenen heraus gehen“, sagt Benndorf.

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Die Briefe der „1N Telecom GmbH“ haben in letzter Zeit auch viele Thüringer erreicht. Foto: Privat

Thüringen: Mehr als 2.000 Beschwerden

Offenbar erreichen die Briefe vor allem bestehende Telekom-Kunden. Dass beim Namen „1N Telecom GmbH“ eine gewisse Verwechslungsgefahr besteht, ist klar. Viele setzen dann eine Unterschrift und denken sich nichts Böses. Wenig später erfahren sie dann, dass sie faktisch den Anbieter gewechselt haben.

„Ich schätze Mal, zusammen mit meinem Chef und anderen Kollegen, dass ein bis zwei von 100 Briefen Erfolg haben werden, weil die Leute nur das ‚Telecom‘ lesen und einfach unterschrieben“, mutmaß Benndorf.


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Beim Bundesverband der Verbraucherzentralen sind im letzten Jahr nach eigenen Angaben bereits mehr als 2.000 Beschwerden gegen den Anbieter „1N Telecom“ eingegangen. Hauptsächlich ging es dabei um Vertragsangelegenheiten. Manche ungewollte Kunden berichten etwa davon, dass ihre Widersprüche ignoriert wurden. Auch soll der Anbieter für vorzeitige Kündigungen Schadensersatz gefordert haben. Die eindeutige Ansage der Verbraucherschützer: „Auf Werbepost der ‚1N Telecom‘ muss niemand reagieren, auch wenn sie aussieht wie ein Schreiben des bisherigen Anbieters oder ein offizieller Vertrag.“

Solltest du dennoch eine ungewollte Unterschrift gesetzt haben, findest du hier mehr Infos, wie du dich in einem solchen Fall verhalten kannst.