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Wetter in Thüringen: Droht das „Snowmageddon“? Experte mit heftiger Prognose

Droht im Dezember ein echter „Snowmageddon“ in Thüringen? Eine Wetter-Prognose verblüfft die Experten.

© IMAGO/Christoph Worsch

Die heftigsten Wetterlagen in Thüringen seit 1990

Dauerregen, Sturm oder Rekord-Hitze: Das waren die heftigsten Wetterlagen in Thüringen seit 1990.

Unverhofft kommt oft! Nachdem die Langzeit-Prognosen lange Zeit von einem relativ milden Einstieg in die Wintersaison ausgingen, erwischte uns die erste Schnee- und Glatteisfront in dieser Woche mit voller Wucht. Vor allem am Dienstag (28. November) sorgten Schneetreiben und Glatteis für chaotische Verhältnisse in Thüringen.

Und es könnte sogar noch dicker kommen, befürchtet Diplom Meteorologe Dominik Jung in einem aktuellen Video von „wetter.net“. Laut einer Vorhersage könnte demnach auch Thüringen „im Schnee versinken“.

Wetter in Thüringen: Droht der Absturz?

Wer jetzt noch mit Sommerreifen fährt, für den war der Dienstag ein echt böses Erwachen. Auf einmal war der gesamte Freistaat in ein weißes Kleid gepackt, etliche Straßen wurden durch Schnee, Schneeregen und Graupelschauer in Schlitterbahnen verwandelt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch in der Nacht zu Donnerstag (30. November) vor Glätte durch gefrierende Nässe. Gut möglich, dass auch noch einmal ein bis drei Zentimeter Neuschnee fallen könnten.

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Das alles könnte aber nur der Anfang sein! Ein Wettermodell berechnet für den Dezember einen regelrechten „Snowmageddon“, erklärt Jung – und zwar das sogenannte GFS-Modell der nord-amerikanischen Wetterbehörde NOAA. „Das heißt weite Teile von Deutschland würden quasi im Schnee versinken in den nächsten sieben bis 14 Tagen“, so Jung. Auch in Thüringen wären demnach über 40 Zentimeter Neuschnee möglich „und dazu Nachttemperaturen von regional mehr als -20 Grad. Und das sind wohlgemerkt die zwei Meter Lufttemperaturen“, erklärt der Wetter-Experte.

Wie realistisch ist der „Snowmageddon“?

Natürlich ist das alles nur eine Berechnung von vielen, wenngleich auch eine, die „wirklich den Vogel abgeschossen“ hat, so Jung. Zum Hintergrund: Die Wettermodelle berechnen in der Regel alle sechs Stunden eine neue Prognose. Der „Snowmageddon“ erschien bei den Nordamerikanern dann plötzlich auf der Berechnung vom Dienstag um 12 Uhr mittags. Wie realistisch das alles ist, muss sich freilich erst noch zeigen.


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Die Ensembleprognose – also das Mittel aus allen Berechnungen – geht eigentlich davon aus, dass es in den nächsten Tagen etwas wärmer werden sollte. Klar, bis Mitte Dezember kann noch viel passieren. Aber die letzten Tage haben auch gezeigt: Möglich ist so gut wie alles.