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Thüringer Wald: Beunruhigender Trend! Diese Aktion kann dich sogar in den Knast bringen

Im Frühjahr werfen Hirsche ihre imposanten Geweihe ab. Welchen Fehler Wanderer im Thüringer Wald nicht machen sollten, liest du hier.

© ThüringenForst Zentrale

Thüringer Wald - diese Hotspots solltest du kennen

Pilze, Äste, Geweihe. Der Thüringer Wald birgt viele Schätze für Sammler und Naturfreunde.

Moment. Geweihe? wo kommen die denn her und dürfen die einfach mitgenommen werden? Ja klar, könnte man denken. Denn was auf dem Boden liegt, darf mitgenommen werden. Doch so einfach nicht. Es könnte Wanderer im Thüringer Wald am Ende sogar ins Gefängnis bringen.

Thüringer Wald: Kostbare Schätze aus der Natur

Ab Ende Februar bis Ende März werfen Hirsche in den heimischen Wäldern ihren imposanten Kopfschmuck ab. ThüringenForst berichtet, dass nicht nur Waldfreunde und Naturfreunde in dieser Zeit häufiger in den Wäldern und Rotwildgebieten unterwegs seien. Auch sogenannte „Stangensammler“ seien in dieser Zeit unterwegs und beunruhigen die Förster und Wildbiologen.

Denn: „Dass mit einem sehr guten Seh-, Hör- und Geruchssinn ausgestattete Rotwild reagiert mit Flucht auf Stangensammler, was einen erhöhten Energieverbrauch zur Folge hat. Gerade aber im ausgehenden Winter haben viele Tiere ihre Energiereserven nahezu aufgebraucht“, erläutert ThüringenForst-Chef Volker Gebhardt.

Thüringer Wald: Gefängnisstrafe wegen Wilddieberei

Deshalb braucht jeder, der Geweihe sammeln möchte, eine ausdrückliche Genehmigung des Jagdausübungsberechtigten. Wenn du ein Geweih mit nach Hause nimmst, kannst du dich mitunter auch strafbar machen. Es droht ein Bußgeld, im schlimmsten Falle kannst du sogar ins Gefängnis kommen.

Die imposanten Geweihe der Hirsche dürfen im Wald nicht gesammelt werden.
Die imposanten Geweihe der Hirsche dürfen im Wald nicht gesammelt werden. Foto: ThüringenForst Zentrale

Das Geweih der Hirsche ist ein absolutes Luxusprodukt der Natur. Es wächst, hormonell gesteuert, jedes Jahr neu, umgehend nach dem Abwurf der beiden Stangen im Spätwinter. „Innerhalb von vier Monaten können die Geweihe der Hirsche etwa im Thüringer Wald ein Gesamtgewicht von bis zu acht Kilogramm, in Ausnahmefällen bis zehn Kilogramm erreichen“, so Gebhardt. Der waldbewohnende Wiederkäuer brauche sein mächtiges Geweih, das in der Altersphase zwölf bis 14 Jahre besonders stark ausgeprägt ist. Denn ab Mitte September beginnt jedes Jahr die Brunft und beim Kampf um die Rudel können Rivalen mit dem Stoß- und Stechwerkzeug in Rangordnungskämpfen abgewehrt werden.


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Übrigens: Warum Hirsche Jahr für Jahr ihr Geweih abwerfen, sei bislang noch nicht wissenschaftlich geklärt. Hättest du das gewusst?