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Thüringen: Studie enthüllt besorgniserregende Entwicklung – DAS verschreiben Ärzte viel zu oft

Eine AOK-Studie bringt eine besorgniserregende Entwicklung ans Licht. DAVON verschreiben Ärzte immer noch deutlich zu viel.

© IMAGO/Zoonar II

Antibiotika: Mit diesen Nebenwirkungen muss man rechnen

Ein Antibiotikum ist ein starkes Arzneimittel, das böse Bakterien vernichten soll. Mit welchen Nebenwirkungen muss man rechnen?

Eine aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK deckt eine schaurige Entwicklung in Thüringen auf. Viele Ärzte verschreiben DAS immer noch zu oft.

Lies weiter, um herauszufinden, was die AOK ans Licht gebracht hat.

Thüringen: Zu viel Antibiotika unter den Menschen

Eine aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK kam zu einem klaren Ergebnis. Trotz eines Rückgangs bei den Verschreibungen werden in Thüringen immer noch zu viele Antibiotika verordnet – das berichtet die Thüringer Allgemeine. Besonders besorgniserregend sei der hohe Anteil an sogenannten Reserveantibiotika, die nur in dringenden Fällen eingesetzt werden sollten.

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Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Anteil der Reserveantibiotika-Verschreibungen ist von 65 Prozent im Jahr 2013 auf immer noch bedenkliche 48 Prozent im Jahr 2022 gesunken. Trotzdem liegt Thüringen damit im Bundesvergleich im unteren Drittel. Doch auch wenn sich die Lage verbessert hat, werden diese Medikamente immer noch zu häufig verschrieben.


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Die AOK-Sprecherin Jenny Füsting warnt eindringlich vor den Folgen sorgloser Antibiotika-Einnahme. Reserveantibiotika sollten nur im äußersten Notfall eingenommen werden, um eine Resistenzbildung bei Bakterien zu verhindern. „Wir setzen uns dafür ein, dass Reserveantibiotika nur verordnet werden, wenn es auch medizinisch notwendig ist“, so Füsting gegenüber der Thüringer Allgemeine. Doch nicht nur in der Humanmedizin würde Antibiotika zu häufig eingesetzt, sondern auch in der Tierhaltung. Dadurch entstehe ein zusätzliches Risiko für Resistenzbildungen, da die Wirkstoffe über Fleischkonsum oder Grundwasser auch in den menschlichen Organismus gelangen können.

Doch mittlerweile gibt es einen Weg, der die Ärzte bei genauere Diagnosen unterstützten kann. Wie genau das funktioniert, erfährst du bei der Thüringer Allgemeine.