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Thüringer Schauspiel-Legende: Diese fünf Sandra Hüller-Filme solltest du gesehen haben

Sandra Hüller aus Thüringen hat viele großartige Rollen gespielt. Wir stellen einige Filme vor.

Sandra Hüller aus Thüringen hat viele großartige Rollen gespielt. Wir stellen einige Filme vor. (Archivbild)
© IMAGO/ABACAPRESS

Hollywood: Die Highlights der Oscar-Verleihung

Sie war die große deutsche Oscar-Hoffnung in diesem Jahr: Die in Thüringen geborene Sandra Hüller war bei der Oscar-Verleihung am 10. März nominiert als „Beste Hauptdarstellerin“. Den Preis gewann am Ende Emma Stone für ihre Leistung in „Poor Things“.

Doch auch wenn es mit einem Goldjungen in diesem Jahr nicht geklappt hat, sind ihre Filme nicht weniger sehenswert. Wir haben uns mal auf die Suche gemacht und fünf Filme mit Sandra Hüller herausgesucht, die es in sich haben.

„Requiem“ bricht das Eis für Hüller

Ihren Durchbruch hatte Sandra Hüller mit dem Film „Requiem“ im Jahr 2006. Der Film von Hans Christian Schmid entführt den Zuschauer nach Süddeutschland in den 1970er Jahren. Sandra Hüller verkörpert Michaela Klingler, die in einem sehr christlichen Elternhaus aufgewachsen ist. Als sie sich trotz ihrer epileptischen Anfälle einen Studienplatz an einer Universität sichert, scheint der Befreiungsschlag perfekt. Doch dann sucht sie die Epilepsie mit ungeahnter Wucht heim. Die christliche Erziehung lässt Michaela annehmen, dies sei ein Anzeichen dafür, dass die vom Teufel besessen sei. Sie sieht nur noch den Ausweg, sich bei einem Pfarrer einem Exorzismus zu unterziehen. Die schwere Krankheit hat Michaela jedoch schon zu sehr im Griff und sie verliert den Kampf.

Auch das Psychodrama „Über uns das All“ aus dem Jahr 2011 ist durchaus sehenswert. Hier verkörpert Hüller eine Frau, die nach dem Verschwinden ihres Partners erfährt, wer ihr Mann wirklich war. Eigentlich vermutet sie ihren Mann in Marseille, doch schnell stellt sich heraus, dass nichts so war, wie sie glaubte. Es beginnt eine zermürbende Suche nach der Wahrheit, die aber auch die Geschichte einer neuen Liebe zeigt.

Oscar trifft Großmarkt: Sandra Hüller glänzt einfach immer

Der Filmtitel „Toni Erdmann“ aus dem Jahr 2016 war in aller Munde. Eine der Hauptrollen verkörperte Sandra Hüller. Gezeigt wird die Geschichte von Winfried und seiner Tochter Ines, die sich auf ihre Karriere konzentriert und nicht unbedingt Lust hat auf die Witzchen ihres Vaters. Er beschließt, sie spontan zu besuchen. Er mischt sich ungefragt ins Leben seiner Tochter ein und verwandelt sich nach und nach in sein Alter Ego Toni. Als Toni ist Winfried mutiger. Seine Tochter lässt sich auf das Spiel ein. Am Ende merkt das Vater-Tochter-Gespann, dass sie ein ziemlich gutes Team sind.

„In den Gängen“ erzählt die Geschichte derer, deren Geschichten sonst nie erzählt und gehört werden. Es geht um ganz normale Sorgen, Ängste, Träume und Sehnsüchte von Mitarbeitern eines Großmarktes. Der Film zeigt, dass ein trister Alltag durch die Begnung von Menschen so besonders und magisch werden kann, dass die Kulisse „Großmarkt“ auch ein Traumpalast sein könnte.


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Last but not least „Anatomie eines Falls“. Ein oscar-prämiertes Meisterstück der Filmkunst. Diesen Streifen muss jeder Film-Liebhaber gesehen haben. Sandra Hüller spielt hier eine deutsche Autorin, die verdächtigt wird, ihren Mann ermordet zu haben. Die Autorin kämpft mit dem schmerzhaften Verlust ihres Mannes, versucht dennoch ihrem Sohn eine gute Mutter zu sein. Doch der Prozess, ein Jahr nach dem Tod des Vaters treibt einen Keil zwischen Mutter und Sohn und lässt den Zuschauer zwischen Fronten schwanken.