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Thüringer reichen nicht aus? „Können Lücke nicht mit einheimischen Arbeitskräften füllen“

Es steht schlecht um die Thüringer Wirtschaft. Jetzt hat eine Studie aufgezeigt, dass Thüringer Fachkräfte zukünftig alleine nicht mehr ausreichen.

Thueringen
u00a9 IMAGO/onemorepicture

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Dass es um die Thüringer Wirtschaft schlecht steht, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Immer mehr Betriebe müssen das Handtuch werfen.

Die Hauptprobleme: Preissteigerungen bei Gas, Strom und Material. Doch auch der Fachkräftemangel ist ein riesiges Problem, das die Betriebe in die Knie zwingt. Eine Studie der Bundesagentur für Arbeit zeigt jetzt einen klaren Trend: Thüringer alleine können die Arbeitslast in Zukunft nicht mehr stemmen.

„Thüringen benötigt mehr Zuwanderung“

„Thüringen benötigt mittel- bis langfristig mehr Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften aus Ländern der Europäischen Union und aus Drittstaaten“ – das hat eine Studie der Bundesagentur für Arbeit festgestellt. Denn im Freistaat arbeiten immer weniger Deutsche. In den Jahren 2013 bis 2022 sei die Zahl der deutschen Beschäftigten in Thüringen um 19.700 Personen zurückgegangen. Wenn das so weiter geht, würden im Jahr 2035 bis zu 123.000 Personen im erwerbstätigen Alter fehlen.

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Dass das eine erschreckende Bilanz ist, dürfte niemand anzweifeln. Auch Markus Behrens, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Bundesamts für Arbeit Regionaldirektion Halle, sieht das so. „Aus demografischen Gründen wird es nicht reichen, nur auf die inländischen Arbeitskräfte zu setzen. Deshalb brauchen wir vermehrt Erwerbszuwanderung qualifizierter Menschen aus Drittstaaten“, so Behrens.

Immer mehr Ausländer arbeiten in Thüringen

Die Thüringer Arbeitsministern Heike Werner ergänzt: „Durch unsere eigene aktuelle Studie zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in Thüringen wissen wir, dass bis zum Jahr 2035 386.000 ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Rente gehen und wir diese Lücke nicht annähernd mit einheimischen Arbeitskräften füllen können.“ Laut ihren Aussagen würden ausländische Arbeitskräfte nicht nur die offenen Stellen in den Betrieben füllen. Sie würden auch dabei helfen, die Versorgungsinfrastruktur und die Lebensqualität im Freistaat zu erhalten.


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Zum Vergleich: Im selben Zeitraum von 2013 bis 2022 sei die Anzahl der in Thüringen angestellten Ausländer von 13.150 auf 62.200 Personen angestiegen. Diese Fachkräfte mit ausländischer Staatsangehörigkeit seien laut der Studie der Bundesagentur für Arbeit am häufigsten im verarbeitenden Gewerbe und in Zeitarbeit beschäftigt. Aber auch im Handel, Gastgewerbe und im Bereich Verkehr und Lagerei seien viele Ausländer beschäftigt.