Veröffentlicht inThüringen

Unwetter in Thüringen: Angst vor dem Mega-Hochwasser! Wer jetzt unbedingt handeln sollte

Es herrscht Hochwasseralarm in nahezu ganz Thüringen! Erste Städte stellen ihre Anwohner auf den Ernstfall ein.

thueringen
© IMAGO/ Bernd März

Wie du dich bei einem Unwetter richtig verhältst

Immer wieder toben starke Unwetter über Deutschland. Wer die Wetterlage auf die leichte Schulter nimmt, kann sich großen Gefahren aussetzen. Wir zeigen dir, wie du dich bei Unwettern richtig verhältst.

Da braut sich was am Himmel zusammen! Und Thüringen könnte es mit voller Breitseite erwischen. Denn es herrscht ab der Nacht zu Samstag (1. Juni) in nahezu dem gesamten Freistaat Hochwasseralarm.

Erste Städte haben bereits damit angefangen, ihre Anwohner dazu aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Was auf Thüringen die nächsten Tage zukommt und was du jetzt tun solltest, erfährst du hier bei uns.

Unwetter in Thüringen: Erinnerungen werden wach

Angesichts des drohenden Unwetters dürften einige Thüringer ein mulmiges Gefühl bekommen. Das schlimme Hochwasser, das den kompletten Ort Windehausen im Kreis Nordhausen Ende Dezember flutete, ist den meisten wohl noch gut in Erinnerung. Dutzende Menschen verloren ihr Hab und Gut – standen zu den Weihnachtsfeiertagen mit nichts mehr da (>> HIER<< mehr dazu).

Auch die Erfurter haben im vergangenen Jahr die volle Breitseite eines Unwetters abbekommen. Am Abend des 15. August brach förmlich der Himmel über der Domstadt ein, setzte die Bahnhofsunterführung unter Wasser und brachte Bäume zum Einstürzen (wir berichteten). Ein ähnliches Szenario droht nicht nur Thüringen, sondern auch den Puffbohnen erneut. Die Stadt rechnet mit Niederschlagsmengen zwischen 50 und 150 Litern pro Quadratmeter. Die Hochwassernachrichtenzentrale (HNZ) hat eine Prognose für die Domstadt erstellt – die nichts Gutes verheißen lässt. Es werden Durchflussmengen erwartet, die dem heftigen Hochwasser im Jahr 2013 entsprechen.

Unwetter in Thüringen: Feuerwehr appelliert an Bürger

Deshalb appelliert nun der Sprecher der Erfurter Berufsfeuerwehr, Lars Angler, an die Bewohner der Domstadt: „Durch das Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz werden bereits planerische Maßnahmen durchgeführt, um zu erwartende Ereignisse zu bewältigen. Den Bürgern, die in unmittelbarer Nähe zur Gera wohnen, empfehlen wir, Vorbereitungen zum Hochwasserschutz zu treffen“, zitiert ihn die Stadt Erfurt auf ihrer Internetseite. Zudem empfiehlt Angler sich in den Medien über den Stand des Unwetters zu informieren und die Warnapp „Nina“ zu nutzen. Der Erfurter Hauptfriedhof sowie die Ortsteilfriedhöfe bleiben am Wochenende vorsorglich geschlossen. „Meiden Sie das Betreten von Parkanlagen sowie Wäldern und geben Sie Acht bei Aufenthalten unter Bäumen“, sagt Dr. Sascha Döll, Leiter des Erfurter Garten- und Friedhofsamtes.


Mehr News:


Doch nicht nur die Erfurter sollten das Unwetter im Auge behalten. Denn wie bereits erwähnt, kann auch der Rest von Thüringen einiges abbekommen. Laut HNZ können in weiten Teilen des Freistaats zwischen 50 und 120 Liter pro Quadratmeter vom Himmel stürzen – teils mit heftigen Gewittern und das in einem Zeitraum von nur 36 Stunden. Die Lage soll auch am Sonntag (2. Juni) noch nicht komplett durchgestanden sein. Wie die HNZ schreibt, müssen wir in Thüringen auch an diesem Tag mit Niederschlägen bis zu 20 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden rechnen.

Einen Leitfaden, wie du dich bei Hochwasser richtig verhältst, hat das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz >>HIER<< zusammengestellt.