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Thüringen: Toiletten-Irrsinn am Bahnhof! DAS dürfte Kunden zum Platzen bringen

An einem Thüringer Bahnhof sind Fahrgäste frustriert. Denn trotz Sanierung gibt es hier keine Toiletten. Nimmt das Klo-Drama hier jemals ein Ende?

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u00a9 IMAGO / Klaus Martin Hu00f6fer / Thu00fcringen24 Redaktion

Thüringen: Fünf kuriose Fakten über den Freistaat

Der Freistaat Thüringen hat Einiges zu bieten. Hier kommen fünf kuriose Fakten, die du vielleicht noch nicht wusstest.

Wer kennt es nicht, nach einer langen Reise drückt die Blase und man möchte einfach nur schnell auf Toilette gehen. Blöd nur, wenn du an diesem Thüringer Bahnhof ankommst.

Denn hier herrscht gerade viel Trubel um die WCs. Bei uns erfährst du mehr über das Klo-Drama am Bahnhof in Thüringen.

Thüringen: Toiletten-Drama erreicht Endstufe

Eigentlich wurde der Bahnhof in der Thüringer Stadt Leinefelde gerade erst renoviert – für acht Millionen Euro. Doch seither suchen Reisende eines vergeblich: Toiletten. Schon vor einiger Zeit berichtete die „Thüringer Allgemeine“ von der fehlenden Möglichkeit, die Blase zu entleeren. Außerdem soll es in der Bahnhofsunterführung nach Urin stinken, da sich stattdessen dort der ein oder andere erleichtert haben dürfte.

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Es dürfte daher kaum überraschen, dass es wegen des Toiletten-Wahnsinns in Thüringen Kritik hagelt. Doch wer ist überhaupt verantwortlich dafür, dass es im Bahnhof Leinefelde keine öffentlichen Toiletten gibt? Der MDR berichtet davon, dass die Deutsche Bahn (DB) sämtliche Kritik zurückweist. Ein DB-Sprecher habe auf die öffentlichen Sanitäranlagen im Empfangsgebäude des Bahnhofs verwiesen. Das gehöre der Stadt Leinefelde.

Wer hat’s verbockt?

Doch auch diese verweist weiter: Das Gebäude sei an die Wohnungsbau- und Verwaltungs GmbH Leinefelde (WVL) abgegeben. Die WVL hat zwar das Gebäude saniert, aber nur eine provisorische Unisex-Toilette installiert, die nicht für die Nutzung durch Fahrgäste gedacht ist. Als ob das nicht genug wäre, wird der gegenüberliegende Busbahnhof derzeit von der Stadt umgebaut. Die dortigen Toiletten sind also auch keine Option und können erst nach Abschluss der Bauarbeiten wieder genutzt werden.

In einem ersten Statement der Deutschen Bahn, zitiert von der „Thüringer Allgemeine“, hieß es, die Bahn habe nichts von den Sanierungsarbeiten am Busbahnhof und den gesperrten Toiletten gewusst. Doch nun heißt es plötzlich, dass die Stadt die Bahn doch über die Arbeiten informiert hat.


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Der MDR berichtet davon, dass Stadtvertreter laut Stadt-Sprecher Weißbach seit Jahren vergeblich dafür kämpfen, dass die Deutsche Bahn öffentliche Toiletten am Bahnhof einrichtet. Doch inzwischen hat die DB deutlich: Toiletten waren beim Umbau nie geplant! Die Bauarbeiten der Deutschen Bahn hätten ausschließlich die Bahnsteige, Wetterschutzhäuser und die Beleuchtung umfasst. Toiletten seien nie in die Pläne aufgenommen worden, da das Gebäude ja nicht der Bahn gehört. Bisher ist bei dem Toiletten-Drama also noch kein Ende in Sicht.