Pferde: Schock-Aufnahmen aus Stall! „Fast wie im Horrorfilm“

Unglaubliche Zustände in einem Pferde-Stall offenbarten sich in Sachsen-Anhalt.
Unglaubliche Zustände in einem Pferde-Stall offenbarten sich in Sachsen-Anhalt.
Foto: Judtih Pein/Bildmontage Th24

Weißenfels. Schier unglaubliche Umstände und großes Pferde-Leid hat die Journalistin Judith Pein in Sachsen-Anhalt aufgedeckt. Bekannt ist die selbsternannte „Tierschutzdetektivin“ aus der Sendung „Hundkatzemaus“ auf VOX.

Im November vergangenen Jahres hatte eine Pferde-Halterin Judith Pein auf die katastrophalen Zustände in einem Stall aufmerksam gemacht. Gemeinsam suchen sie den Hof auf und machen Aufnahmen, die die Tierschutzaktivistin später mit einem Horror-Film vergleicht.

Pferde verwahrlost in Stall: Tierschützer macht Schock-Aufnahmen

Insgesamt drei Araber-Pferde, zwei Stuten und ein Hengst, befinden sich in dem Stall bei Weißenfelds (Burgenlandkreis). Ein Tier kann nicht mehr stehen, seine Hufen sind teilweise bis zu 25 Zentimeter lang, es ist stark abgemärgelt. Ein anderes Pferd leidet unter den viel zu langen Hufen, kann zwar noch stehen, hat aber sichtbar Schmerzen. Das dritte Tier hat blutige Verletzungen am Kopf.

Pein macht Aufnahmen, um sie dem zuständigen Veterinäramt vorzulegen. Die Behörden handeln sofort. Noch am selben Tag begutachtet das Veterinäramt den Zustand der Pferde. Am folgenden Tag untersucht eine Tierärztin die drei Pferde.

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Pferde können kaum noch stehen

Das Fazit der Tierärztin: Die jüngere Stute und der Hengst befinden sich in einem guten Zustand. Die ältere Stute ist hingegen stark abgemagert. Zwei der Pferde haben viel zu lange Hufen, weshalb eines nicht mehr stehen kann. Bei dem anderen Tier haben die degenerierten Hufen zu „sekundären Erkrankungen“ geführt: Die Sehnen sind völlig überdehnt.

„Der Besitzer ist einsichtig und bereit für alle Kosten aufzukommen“, erklärt sie gegenüber Judith Pein.

Ein Tier muss eingeschläfert werden

In einem Schreiben erklärt das Veterinäramt später, dass die ältere Stute eingeschläfert werden musste. Die Behandlung der anderen Tiere laufe gut, sie sollen in ein artgerechtes Zuhause überführt werden.

„Die Tiere wurden nicht beschlagnahmt, was für mich völlig unverständlich ist. Wer weiß, ob die Stute in einer Pferdeklinik (z.B. Leipzig, die hatte ich schon alarmiert) noch eine Chance gehabt hat“, ärgert sich hingegen „Tierschutzdetektivin“ Pein.

Im Januar hat sie den Zustand der Pferde nochmals gecheckt. „Die Hufe sahen schon besser aus, es wird jedoch noch lange dauern, bis sie wieder richtig laufen können“, meint sie.

Pferdehalter rettet sich in Ausreden

Der Pferdehalter erklärt die Verwahrlosung der Tiere damit, dass der Hufschmied ihn versetzt habe. Später habe er lange Zeit im Rollstuhl gesessen. Seine Frau sei hingegen blind.

Plein hält dagegen: „Für mich Ausreden, die ich nicht gelten lasse. Ein Anruf beim Tierschutzverein z.B. hätte das Pferdeleid sofort beenden können.“

Den Besitzer erwartet eine Pferdehaltungsverbot, ein Bußgeld und ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

>> Den ganzen Vox-Beitrag kannst du hier sehen. (mb)