Riverboat (MDR): Ingo Lenßen mit krasser Ansage zu Corona-Maßnahme: "Grenzt an Freiheitsberaubung"

Das Coronavirus bestimmt nach wie vor auch Riverboat (MDR). Anwalt Ingo Lenßen sprach am Freitag einige Probleme an... (Archivbild)
Das Coronavirus bestimmt nach wie vor auch Riverboat (MDR). Anwalt Ingo Lenßen sprach am Freitag einige Probleme an... (Archivbild)
Foto: imago images / STAR-MEDIA

Leipzig. Das Coronavirus bestimmt nach wie vor auch Riverboat (MDR). Am Freitagabend war Corona immer wieder Thema in der Talkshow von Kim Fisher und Jörg Kachelmann. Auch Strafverteidiger und TV-Kult-Anwalt Ingo Lenßen bezog klar Stellung.

Das Zwirbeln seines Barts könne er sich wegen der Maskenpflicht eigentlich sparen. Mache er aber nicht. „Das juckt so!“ Ob er auf der Straße auch ohne sein Markenzeichen erkannt werde, wollte Riverboat (MDR)-Moderatorin Kim Fisher wissen.

Riverboat (MDR): Ingo Lenßen spricht Tacheles

Das wisse er nicht, so Ingo Lenßen. „Ich hab immer den Eindruck, die Menschen sind freundlich. Ich bemühe mich auch immer, freundlich zu sein und unter der Maske zu lächeln.“

Lenßen erzählt auch von einem skurrilen Prozess. Stichwort Vermummung. Ein Mann sei mit Mund-Nasen-Schutz hinterm Steuer geblitzt worden. Vor Gericht habe er sich dann geweigert, die Maske abzunehmen. „Nö, das ist gesundheitsgefährdend“, habe er gesagt. Womöglich müsse der Mandant jetzt ein Ordnungsgeld zahlen. „Das finde ich interessant“, so Ingo Lenßen.

Einerseits solle man bei Autofahren mit mehreren eine Maske tragen, andererseits sei das ja Vermummung. „Wir haben also noch ungeklärte Probleme“, sagte der TV-Anwalt.

Riverboat (MDR): Kim Fisher spricht Altenheim-Problematik an

Moderatorin Kim Fisher kam auch auf die bisherigen Besuchsregeln in Alten- und Pflegeheimen zu sprechen: „Da wird unser Herz ja bleischwer“, sagte sie. Für Ingo Lenßen ist das auch ein Problem. Es gehe nicht mal nur um den Nicht-Besuch, sondern auch darum, dass die Menschen teils nicht mehr rausgelassen würden.

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„Das grenzt an Freiheitsberaubung“, sagte er. „Und das finde ich ganz, ganz schlimm!“ Wenn man sich überlege, wie die Bewohner heute Besucher empfangen können, sei das ja auch stark eingeschränkt.

Ingo Lenßen baut Corona-Besuchshäuschen

Zusammen mit einem Freund habe er daher kleine mobile Besucherhäuschen entwickelt. Beuscher und Bewohner könnten an zwei Seiten hineingehen, in der Mitte sei eine Scheibe. „So wie wir das aus US-amerikanischen Krimis kennen.“

So könne man sich so oft sehen wie man wolle. Außerdem sei es gut zu desinfizieren. Und: Es müsse kein Dritter dabei sein.

„Denn das ist ja das nächste Problem. Die Privatsphäre wird ja gebrochen, wenn ein Mitarbeiter darauf aufpasst, dass die sich nicht anfassen. Dabei sind das erwachsene Menschen! So stark darf ich die nicht einschränken!"

Corona im Knast: So hart ist es für inhaftierte Eltern

Auch im Gefängnis führe die Corona-Pandemie zu wahnsinnigen Problemen, so Ingo Lenßen. Er habe mit einem Leiter gesprochen, der bis zum Jahresende keine Besucher mehr reinlassen wolle. „Das heißt, ein Häftling, der Kinder hat, wird seine Kinder nicht sehen!“

Das waren die Riverboat-Gäste am 5. Juni:

  • Hannes Jaenicke
  • Marlies Göhr
  • Gil Ofarim
  • Heidi Wegner
  • Uta Bresan
  • Angelika 'Lütte' Mann & Ulrike Weidemüller
  • Ingo Lenßen

Und wenn überhaupt gehe immer ein Aufpasser mit. „Das kann doch nicht sein! Das ist doch ein grundrecht der Menschen!“ Und da müsse man sich Gedanken machen...