Jörg Kachelmann wettert gegen SPD-Politiker – „Wie sehr kann man heucheln?“

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Leipzig. Jörg Kachelmann hat viele Herzensthemen. Doch bei einem Thema reagiert der 62-jährige „Riverboat“-Moderator derart empfindlich, dass wirklich jeder sein Fett weg bekommt. Es geht um den deutschen Kaminofen und seine Auswirkung auf die Gesundheit.

Sein neustes Opfer: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Jörg Kachelmann wirft dem Politiker öffentlich vor: „Wie sehr kann man heucheln?“

Jörg Kachelmann sieht in Kaminöfen das größte Übel

Im Grunde behauptet Jörg Kachelmann, dass das Verbrennen von Holz im Kaminofen ein größere Feinstaub-Belastung darstelle als Diesel-Autos. Der Fernsehmoderator bezeichnet es als dreiste Lüge, wenn behauptet wird, dass die Feinstaubwerte in Deutschland sinken. Seine These: Es wird nur an den flaschen Stellen gemessen.

An einer viel befahrenen Straße halte sich kein Mensch für längere Zeit auf. Die Gefahr kommt erst da auf, wo Menschen längere Zeit am gleichen Ort bleiben. Beispielsweise wenn sie nachts im Bett schlafen und von Rauchschwaden, verursacht durch Kaminöfen, umnebelt werden.

„Die extrem ansteigenden Feinstaubwerte durch die Holzverbrennung“, seien ein Problem für die Gesundheit von Menschen in Deutschland. Messungen und Studien sollen seine Theorie untermauern, schreibt er in seiner Kolumne auf T-Online.

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Für Kachelmann ist das Thema hochemotional. Das lässt er auch SPD-Politiker Karl Lauterbach bei Twitter spüren.

Jörg Kachelmann poltert gegen Lauterbach: „Dummpartei“

Lauterbach hatte geschrieben: „Die Feuer in den USA, in Borealwäldern und Mooren des Polarkreises, in Australien und in Südeuropa werden den verzweifelten Eisbär als Zeichen des Klimawandels verdrängen. Die Feuerzeichen muss jeder verstehen, der nicht voll verbohrt oder beschränkt ist.“

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Kachelmann kontert daraufhin. Er wirft dem Gesundheitsexperten Lauterbach vor, dass seine „Dummpartei“ durch die Förderung von Holzöfen dafür sorge, dass „die Luftqualität in Deutschland in Wohngebieten oft so ist wie in den Waldbrandgebieten“.

Die Bundesregierung, bestehend aus CDU und SPD, fördert beispielsweise Pelletheizungen. Deshalb bricht die Hasstirade des Wahlschweizers nicht ab.

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„Man muss schon PolitikerIn sein und seine WählerInnen als völlig vertrottelt betrachten, um einerseits Waldbrand in Kalifornien als ökologische Katastrophe anzusehen, den viel grösseren Waldbrand in deutschen Kaminöfen gleichzeitig aber als „ökologisch/nachhaltig“ zu fördern“, legt Kachelmann nach.

Wie finden SPD-Politiker und Wetterexperte nun zueinander? Ein Twitter-User hat bereits eine Idee: „Trefft euch beim Riverboat im MDR.“