Riverboat: Sie ist DAS Gesicht Ostdeutschlands – Fans wollen abschalten: „Die erinnert mich an die DDR“

Katarina Witt ist am Freitag zu Gast bei Riverboat. Nicht allen Zuschauern gefällt das.
Katarina Witt ist am Freitag zu Gast bei Riverboat. Nicht allen Zuschauern gefällt das.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Leipzig. Sie gewann zweimal Gold bei Olympia, ist viermalige Weltmeisterin und das Gesicht der DDR: Katarina Witt. Am Freitag ist sie zu Gast in der MDR-Talkshow Riverboat.

Doch bei vielen Zuschauern ruft der Besuch der 54-Jährigen eher gemischte Gefühle hervor.

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Die weiteren Gäste bei Riverboat am 2. Oktober:

  • Helmut Zierl, Schauspieler
  • Dr. h.c. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a. D.
  • Ulf Merbold, Astronaut
  • Anja Koebel, MDR-Moderatorin
  • Rudy Giovannini, Volksmusikstar aus Südtirol
  • Daniel Steinhoff, Wirt der Brockenherberge

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Riverboat (MDR): Auftritt von Katharina Witt sorgt für Kontroverse

Erst am Sonntag verriet Katarina Witt, was ihr der Playboy für ihre Fotos 1998 zahlte. So kassierte die Eiskunstläuferin eine Milliongage, erzählte sie der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Es hat sich für sie definitiv gelohnt. Dieses Heft war gemeinsam mit dem Marilyn-Monroe-Titel das einzige, was jemals weltweit ausverkauft war", gibt sie rückblickend zu.

Schon längst ist „Kati“ Witt nicht nur mehr für ihre sportlichen Leistungen berühmt. Auch als Schauspielerin und Moderatorin hat sie sich zweitweise einen Namen gemacht.

Doch bei einigen Riverboat-Zuschauern ist sie offensichtlich kein gern gesehener Gast.

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„Katarina Witt ist eine Eiskunstläuferin, die es so nie wieder geben wird“

„Bei Frau Witt schalten wir um!“, kündigt ein Zuschauerin vor der Sendung am Freitag (22 Uhr) an. „Die erinnert mich an die DDR“ meint ein anderer User, der sich ungerne an die Zeit zurückerinnern möchte. Vielen ist vor allem ein Bild in Erinnerung geblieben: „Man kann das Bild, wie sie im FDJ-Hemd Honeckers Glückwünsche entgegen nimmt, halt einfach nicht vergessen.“ Auch die Art empfinden einige wohl als „peinlich und völlig überdreht“.

Der Vorwurf: Sie habe zu sehr mit dem DDR-Regime angebandelt und hätte dadurch solch große sportliche Erfolge erzielt.

Doch es gibt auch ausreichend Zuschauer, die die Leistung der Eiskunst-Legende durchaus anerkennen. Sie halten dagegen: „Ich schalte AUSSCHLIEßLICH deshalb ein“, „Sie war eine sehr sehr gute Eiskunstläuferin! Ich habe sie sehr gerne gesehen! Für mich war sie die BESTE!“ und „bei Frau Witt schalte ich ein!“

Eine Frau kommentiert passenderweise: „Hier sollten sich einige erstmal mit der Biografie von Katarina Witt auseinandersetzen! Stell dir vor, du wirst mit 19 und 23 Jahren Olympiasiegerin und bist ganz allein, ohne Familie und Freunde in einem fernen Land. Du wirst angehalten, keine Kontakte zu Sportlern aus dem nichtsozialistischen Ausland vor Ort zu haben. Du lebst deine ganze Kindheit/Jugend nur für den Eiskunstlauf. Katarina ist eine Eiskunstläuferin, die es so nie wieder geben wird, mit Ausstrahlung, Charakter, Eleganz und Köpfchen! Soll sie sich jetzt entschuldigen, das sie im 'falschen' Land geboren wurde? Nein, muß sie nicht, denn als Kind von einfachen Arbeitern wäre sie in der heutigen Zeit wohl nie das geworden, was sie ist! Danke Katarina!“ (mb)