„Riverboat“: Wolfs-Experte mit brisanten Details über Thüringer Wölfin

Im „Riverboat“ (MDR sprachen Jörg Kachelmann und Kim Fisher mit dem Wolfs-Experten Sebastian Koerner über die Thüringer Wölfin.
Im „Riverboat“ (MDR sprachen Jörg Kachelmann und Kim Fisher mit dem Wolfs-Experten Sebastian Koerner über die Thüringer Wölfin.
Foto: imago images/STAR-MEDIA / dpa/TMUEN/Tom Wetzling

Leipzig. Die Thüringer Wölfin war im „Riverboat“ am Freitagabend das Gesprächsthema.

Der Biologe und Wolfs-Experte Sebastian Körner war im „Riverboat“ zu Gast und verriet brisante Details über Thüringens Wölfin.

„Riverboat“: Wolfs-Experte mit Details über Thüringer Wölfin

„Normalerweise trifft man ihn als Busch verkleidet im Wald“, begrüßt Moderator Jörg Kachelmann den Wolfs-Experten Sebastian Koerner am Freitagabend in der Talkrunde. Koerner filmt und erforscht seit 20 Jahren die Wölfe in Deutschland – und hat auch über die Thüringer Wölfin in Ohrdruf so einiges zu erzählen.

Die berüchtigte Wölfin, die sich nahe des Truppenübungsplatzes in Ohrdruf angesiedelt hat, macht seit vielen Jahren immer wieder Schlagzeilen in Thüringen.

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„Es gibt nur eine Wölfin in Thüringen?“, fragt Kachelmann den Experten ganz erstaunt.

Korner korrigiert: „Es gab lange nur eine Wölfin und die war dann so alleine, dass sie sich einmal mit einem Hund eingelassen hat und einmal mit ihrem Mischlingssohn“.

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Wölfe in Thüringen

  • Genaue Anzahl der Wölfe in Thüringen ist unklar
  • Freistaat gilt als Durchgangsland für die Tiere
  • Ohrdrufer Wölfin ist circa seit 2014 auf Truppenübungsplatz nahe Gotha heimisch
  • sie brachte bereits mehrere Wolfshybriden zur Welt nach Paarung mit Hund
  • einige der Hybriden wurden aus Naturschutzgründen abgeschossen
  • zwei von ihnen sind bisher unauffindbar

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Kachelmann scheint irritiert: „Das heißt es gibt jetzt Mischlings-Kinder?“ Der Experte bejaht zwar, allerdings wurden die Mischlinge eliminiert. „Das will man nicht“, erklärt Koerner. „Wenn sich eine thüringische Wolfspopulation aufbauen soll, nach den Ideen des Naturschutzes, dann stören die Mischlinge“.

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Jetzt wirkt Kachelmann fast bestürzt und fragt: „Aber ist denn die Wölfin glücklich, wenn man ihr ihren Nachwuchs über den Haufen knallt?“

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„Ich bin mir sicher, dass die sehr sehr unglücklich ist“, sagt Sebastian Koerner. „Und es ist ihr völlig egal, ob das Hunde sind“.

Trotzdem sei die Vorgehensweise, die Mischlinge zu eliminieren richtig gewesen. „Wenn sich aus dieser Verbindung immer mehr [Hybriden] fortpflanzen und nur wenige Wölfe dazukommen, dann hat man einen zu hohen Hunde-Anteil.“

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Die Wölfin selbst darf aber nicht abgeschossen werden, auch wenn darüber immer wieder Streit ausbricht. Der Naturschutzbund Nabu und der Bund für Umwelt und Naturschutz hatten dagegen vorerst erfolgreich geklagt. (fno)