Corona-Demo in Leipzig: Als SIE auftauchen, schreitet die Polizei sofort ein

Corona-Demo in Leipzig: Die Polizei muss dazwischengehen.
Corona-Demo in Leipzig: Die Polizei muss dazwischengehen.
Foto: dpa

Leipzig. In Leipzig sind am Samstag hunderte Leute zusammenkommen, um bei einer Corona-Demo gegen die aktuellen Maßnahmen und den Lockdown zu demonstrieren. Stichwort: Querdenker. Neben den Corona-Gegnern gab es aber auch ein Treffen von Demonstranten, die sich gegen die Querdenker aussprechen.

Es waren insgesamt sieben Versammlungen angemeldet, nur eine ist laut Stadt Leipzig von Gegnern der Corona-Politik. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, bekommt sie Unterstützung von Einsatzkräften aus Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt sowie von der Bundespolizei. Doch dann kam es zu einer überraschenden Wende.

Corona-Demo in Leipzig abgesagt – aus diesem Grund

Der Versammlungsleiter selbst hat die Anmeldung zurückgezogen, obwohl bereits hunderte „Querdenker“ vor Ort waren.

Grund für die Absage sei „das unvollständige Attest zur Maskenbefreiung des Versammlungsanmelders, das von der Versammlungsbehörde so nicht akzeptiert wurde“, so die Polizei. Der Versammlungsanmelder hatte sich geweigert, unter den Auflagen, die Kundgebung durchzuführen. Alle Teilnehmer der Versammlung auf dem Kurt-Masur-Platz wurden aufgefordert, zu gehen.

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Nach Ende der Corona-Demo: Polizei muss Demonstranten trennen

Doch statt nach Hause zu gehen, kam es zu nicht genehmigten Spontanversammlungen auf den Straßen Leipzigs. Im Bereich des Marktes und der Großen Fleischergasse sowie der Windmühlenstraße wollten sich nach Angaben der Polizei Leipzig jeweils Menschen im dreistelligen Bereich versammeln. Gegner der Corona-Politik und Gegendemonstranten standen sich hier nach Beobachtungen von dpa-Reportern gegenüber. „Im Bereich Große Fleischergasse stehen sich noch immer zwei Protestlager gegenüber. Unsere Kollegen trennen diese & unterbinden so ein Aufeinandertreffen“, twitterte die Polizei.

Corona-Gegner hätten laut „Leipziger Volkszeitung“ auch versucht, in Richtung Thomaskirche zu drängen. Die Gruppe sei aber nicht weit gekommen.

Corona-Demo in Leipzig: Polizei schreitet ein

Eingreifen musste die Polizei auch schon am Nachmittag. Denn laut dem MDR soll am Hauptbahnhof in Leipzig eine Gruppe von mutmaßlich rechtsextremen Menschen aus Thüringen angekommen sein. Die Polizei hat 50 Personen umringt und kontrolliert. Sie werden durchsucht. Danach sollen sie aus dem Bahnhof geführt werden.

Dieser Clip zeigt die Lage vor Ort:

Corona-Demo in Leipzig: Wasserwerfer stehen bereit

Je nach Entwicklung soll ein Polizeihubschrauber über der Stadt kreisen. Wasserwerfer und eine Reiterstaffel stehen ebenfalls zur Verfügung. Diese Maßnahmen erinnern an Demos in Berlin in den vergangenen Tagen. Auch die Beamten in der Bundeshaptstadt lösten mit Wasserwerfern die Demo am Mittwoch auf, weil zahlreiche Teilnehmer gegen die geltenden Corona-Vorgaben verstoßen hatten.

Die Protestversammlung gegen die Corona-Maßnahmen ist außerdem mit Gittern eingerenzt worden; der Zugang wird kontrolliert. In Sachsen sind derzeit nur Versammlungen mit maximal 1000 Teilnehmern gestattet.

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Die Polizei kündigte vorab an, dass ihr Fokus auf der „Trennung von friedlichen und unfriedlichen Teilnehmern“ der verschiedenen Versammlungen liegen werde. Der Verfassungsschutz hatte berichtet, dass sowohl im rechtsextremistischen als auch im linksextremistischen Lager für Leipzig mobilisiert werde. (dpa/mb/ldi/ak)