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„In aller Freundschaft“ spricht wichtiges Thema an – Fans sind begeistert: „Selbst im 21. Jahrhundert noch nicht selbstverständlich“

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Bei „In aller Freundschaft“ stand ein ernstes und wichtiges Thema im Mittelpunkt. (Symbolfoto) Foto: MDR/Saxonia/Tom Schulze

Die Serie „In aller Freundschaft“ ist bei den Fans nicht nur wegen den Beziehungen zwischen den Ärzten und Angestellten beliebt – sondern auch, weil „In aller Freundschaft“ immer wieder medizinische Themen behandelt, bei denen der Zuschauer noch etwas lernt.

In der aktuellen „In aller Freundschaft“-Folge trat nun eine Schauspielerin auf, die nur zehn Prozent Sehkraft hat. Ein wichtiger Schritt Richtung Vielfalt, der bei den Zuschauern gut ankommt.

„In aller Freundschaft“: Auftritt von fast blinder Schauspielerin

Am Dienstag war Schauspielerin Vespa Vasic bei „In aller Freundschaft“ als Blindenfußballerin Sandra zu sehen.

Wie ihre Rolle ist auch die 28-jährige Vasic fast blind. Doch am Set der MDR-Serie hat sie nach eigener Aussage keine Probleme gehabt: „Ich habe die Kolleginnen und Kollegen am Set als sehr offen und sympathisch erlebt und wahrgenommen.“

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Das ist „In aller Freundschaft“:

  • Läuft seit 1998 im ARD-Fernsehen
  • Erzählt die Geschichte des fiktiven Krankenhauses „Sachsenklinik“
  • Bisher 23 Staffeln und über 900 Episoden ausgestrahlt
  • Drei weitere Staffeln bereits in Planung
  • Es gibt zwei weitere Ableger der Serie: „In aller Freundschaft“ – Die jungen Ärzte (2015) und „In aller Freundschaft“ – Die Krankenschwestern (2018)

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Hilfreich war dabei wohl auch, dass die Darstellerin direkt mit offenen Karten gespielt hat: „Menschen, die mich nicht nicht kennen, erkläre ich kurz, dass ich eine Sehbehinderung habe und dass sie sich bitte nicht wundern sollen, wenn ich sie nicht ganz genau anschaue“, erklärt Vespa Vasic.

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So könne sie ihr Gegenüber besser fokussieren – „danach sind keine andere Absprachen mehr notwendig als die üblichen zwischen Schauspielern“.

+++ „In aller Freundschaft“: Diese beiden Darsteller zeigen ungeahnte Talente +++

„In aller Freundschaft“: So positiv reagieren die Zuschauer

Das Zusammenspiel hat auch den Zuschauern gefallen, die die Thematik der Folge bei Facebook lobend kommentieren – und mehr Raum für gehandicapte Darsteller fordern:

  • „Toll, dass ihr auch mal Menschen mit Handicap die Chance gebt.“
  • „Ich fände es auch gut, wenn mehr Schauspieler mit Handicaps und Behinderung, physisch und psychisch, dran kommen. So kann die Angst vor Behinderten genommen werden und die Stigmatisierung gegenüber denen gemindert werden.“
  • „Ich begrüße es, dass in dieser Serie jetzt auch Menschen mit einer Behinderung in die Mitte der Gesellschaft rücken, denn nur so können wir das aufholen, was selbst im 21. Jahrhundert noch nicht selbstverständlich ist.“

Passend zu den Wünschen der Zuschauer plant die ARD ohnehin, dass mehr Schauspieler mit Einschränkungen Teil der Serie werden – und hat dazu eine Ausschreibung gestartet.

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Mehr zu „In aller Freundschaft“:

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„Die enorme, positive Resonanz auf die Ausschreibung hat uns gezeigt, dass es sich lohnt, von gewohnten Wegen abzuweichen“, so MDR-Fernsehfilmchefin Jana Brandt laut ARD. (kv)