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Stadtwirtschaft Weimar prüft fremdenfeindlichen Vorfall in Stadtbus

Stadtbus Weimar
Menschen steigen in einen Stadtbus der Stadtwirtschaft Weimar ein. (Symbolfoto) Foto: imago

Der Vorfall in einem Weimarer Stadtbus soll sich am Donnerstagmorgen gegen 7:10 Uhr in der Linie 1 ereignet haben. Facebook-Nutzerin Sanne Vogel schreibt in einem offenen Brief in der Weimarer Facebook-Gruppe, dass ein Busfahrer eine Gruppe junger Menschen mit dunkler Hautfarbe angeschnauzt haben soll. Die jungen Leute hatten den Fahrer zuvor in gebrochenem Deutsch gefragt, ob der Bus zum Hauptbahnhof fährt. Daraufhin forderte der Busfahrer sie auf „auf Deutsch“ zu reden und dass sie ihren „Passport“ vorzeigen sollen.

Auf Anfrage von Thüringen24 bei der Stadtwirtschaft Weimar sagte eine Sprecherin, dass ihr der Vorfall und der offene Brief dazu bekannt seien und dass derzeit rekonstruiert werde, welcher Fahrer zu der Zeit den fraglichen Bus lenkte. Anschließend solle der Busfahrer angehört werden. Welche Folgen es für den Buslenker geben könnte, wollte die Sprecherin noch nicht sagen.

„Mit der Veröffentlichung wollte ich nicht der Stadtwirtschaft schaden, sondern auf die Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft aufmerksam machen“, antwortet die Facebook-Nutzerin Sanne Vogel auf Nachfrage von Thüringen24, warum sie das Ereignis öffentlich machen wollte.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Weimarer Stadtrat, Andreas Leps, kündigte bereits an, dass er den Vorfall im Stadtrat thematisieren wolle.