Nicht nur für Jazz-Fans: Ausstellung über New Orleans zu Gast in Weimar

Am Mittwoch wurde im Mon Ami die Ausstellung "New Orleans - Sound of a City" feierlich eröffnet.  Sie zeigt neben Fotos auch Film- und Tonaufnahmen sowie Originalobjekte.
Am Mittwoch wurde im Mon Ami die Ausstellung "New Orleans - Sound of a City" feierlich eröffnet. Sie zeigt neben Fotos auch Film- und Tonaufnahmen sowie Originalobjekte.
Foto: Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt

Am Mittwoch wurde die Ausstellung „New Orleans – The Sound of a City“ feierlich eröffnet. Sie ist noch bis Ende November im Mon Ami zu sehen.

Wenn die Worte New Orleans fallen, denken die meisten von uns sicher zuerst an den verheerenden Hurrikan Katrina. Für andere aber ist die Stadt der Inbegriff der Lebensfreude und der Geburtsort des Jazz. Die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung der US-amerikanischen Musikkultur zeigt die Ausstellung „New Orleans – The Sound of a City“, die nun in Weimar zu Gast ist.

Inbegriff der Interkulturalität

Auch die Eröffnung der Ausstellung stand ganz unter dem Motto der Musik und der Lebensfreude. Der Generalkonsul der USA in Mitteldeutschland, Scott Riedmann, war extra zur Eröffnung gekommen und würdigte die Bedeutung New Orleans für die Entstehung von Musikgenres wie Jazz, die nun auf der ganzen Welt verbreitet und beliebt sind. Außerdem sei New Orleans das beste Beispiel für die Interkulturalität der Vereinigten Staaten, so Riedmen weiter. Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf bemerkte daran anknüpfend, dass auch Deutschland mittlerweile ein interkulturelles Land sei, auch wenn einige das noch nicht wahrhaben wollten. Mit New Orleans könne sich die Bundesrepublik aber noch nicht messen.

Galerie: So war die Eröffnung

Authentische musikalische Eröffnung

Stargast des Abends war Kyle Roussel aus New Orleans, der als äußert talentierter Ausnahmepianist gilt. Viele Gäste waren augenscheinlich vor allem seinetwegen gekommen. Roussel, der zurückhaltend und konzentriert, ja fast schon schüchtern auftrat, heizte dem Publikum mit seiner Mischung aus Jazz, Rock und Klassik ordentlich ein und brachte so manchen Fuß zum rhythmischen Klopfen. Anschließend trat die Band NOLA auf, die ihre musikalische Inspiration aus ihrer New Orleans-Zeit zieht und mit authentischen Melodien überzeugte. Erst beide, Roussel und NOLA, zusammen konnten einen umfassenden Eindruck der New Orleanser Kultur geben und das Publikum damit perfekt auf die Ausstellung einstimmen

Fotos und Originalobjekte über die Wiege des Jazz

Die Ausstellung, kuratiert von Clemens Gubernath aus Berlin, zeigt vor allem Fotos von Micheal P. Smith, die die für New Orleans typische Lebensfreude beeindruckend widerspiegeln. Sie informiert aber auch über bekannte Musiker der Stadt, wie unter anderem Louis Amstrong, deren Weg häufig in die Weltöffentlichkeit führte. Zusätzlich finden sich vor Ort Originalkostüme, -objekte und -kulissen sowie Film- und Tonaufnahmen. Auch wenn die Ausstellung eher klein ist, gibt sie doch lebendige Einblicke in die New Orleanser Kultur und ist damit nicht nur für Jazz-Fans interessant.

Die Ausstellung, die im Rahmen der Jazzmeile Thüringen stattfindet, gastiert noch bis 20. November im Mon Ami Weimar. Der Eintritt ist frei.