Weimarer Kinderrechtspreis 2016: Das sind die Gewinner

Gewonnen hat das Projekt "Herzbildherz" von Katja Weber. Sie bietet eine Mal- und Zeichenschule für geflüchtete Kinder in Weimar an.
Gewonnen hat das Projekt "Herzbildherz" von Katja Weber. Sie bietet eine Mal- und Zeichenschule für geflüchtete Kinder in Weimar an.
Foto: Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt

Der Weimarer Kinderrechtspreis wurde am Dienstag, 22. November, zum 21. Mal vom Weimarer Kinderbüro vergeben. Nominiert waren dabei zahlreiche Weimarer Größen.

Der Preis wurde am Rande der 25. Geburtstagsfeier des Kinderbüros verliehen. Flankiert von einem bunten Rahmenprogramm mit Schauspiel, Musik und bunten Bildern konnte Sina Solaß, Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Weimar, den Preis am Ende der Veranstaltung schließlich überreichen. Nominiert waren die Weimarer Kinderuniversität, Katja Weber mit dem Projekt „Freitagsmaler“, Harald Löwy als Trainer des VfB Oberweimar, die Grundschule Schöndorf, Christian Köhler als Capoeira-Trainer, der Weimarer Ferienpass sowie die Mehrgenerationenhäuser in Weimar-West und Schöndorf.

Fotos vom Weimarer Kinderrechtspreis und 25. Geburtstag des Kinderbüros Weimar

Gewonnen hat den Preis schließlich Katja Weber, die mit dem Projekt „Herzbildherz“ in Weimar bekannt geworden ist. Jeden Freitag können bei Weber in der Weimarer Mal- und Zeichenschule geflüchtete Kinder kostenlos an einem Malkurs teilnehmen. Dabei tauchte vonseiten der Kinder häufig das Motiv des Herzens auf. Besonders stach dabei das „Herzbildherz“ heraus, das seitdem als Symbol gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit durchs Land tourt. Die Kinder haben in Webers Kurs die Möglichkeit, den Heimalltag und vielleicht auch traumatische Erlebnisse der Flucht hinter sich zu lassen und ihre Kreativität auszuleben.

Der Kinderrechtspreis ist mit 300 Euro dotiert, dazu gab es ein überdimensionales, bunt bemaltes Puzzle als Trophäe. Der Zweitplatzierte, Harald Löwy vom VfB Oberweimar, erhielt einen Kinderrechtskoffer als Preis. Alle anderen Nominierten erhielten eine Anerkennung ihrer Arbeit.