"Ein Ort, wo man sich gerne aufhält": Weimar stellt Umfeld für Bauhausmuseum vor

Blick auf die Westfassade des Bauhausmuseums, die Richtung Weimarhallenpark zeigt. Die vorgestellten Pläne sind nun die endgültigen. Wann der Bau des Umfeldes beginnt, ist unklar.
Blick auf die Westfassade des Bauhausmuseums, die Richtung Weimarhallenpark zeigt. Die vorgestellten Pläne sind nun die endgültigen. Wann der Bau des Umfeldes beginnt, ist unklar.
Foto: Visualisierungen: bloomimages GmbH
  • Stadt Weimar und Klassikstiftung stellen Pläne für Umfeldgestaltung des Bauhausmuseums vor
  • Platz im Platz und Hohlwege als zentrales Motiv
  • Bauherren rechnen mit rechtzeitiger Fertigstellung

Eine Etage des neues Bauhausmuseums ragt schon in die Höhe, doch das Umfeld sieht noch stark nach Baustelle aus. Aber nicht mehr lange, denn am Montagabend hat die Stadt Weimar zusammen mit der Klassikstiftung die Pläne für die Umfeldgestaltung des Gebäudes vorgestellt.

Umfeldgestaltung so kontrovers wie Museum

Die Frage nach der Gestaltung der Außenflächen ist genauso umstritten wie der Bau des Museums an sich. Doch nun gibt es nichts mehr zu rütteln, die vorgestellten Pläne sind die endgültigen. Eine Herausforderung des Umfelds seien die unterschiedlichen Höhenniveaus zwischen Bauhausmuseum und Weimarhallenpark, der Unterschied beläuft sich auf etwa 3,5 Meter, so Johannes Hügle vom Planungsbüro Vogt Landschaft Berlin. Auch die bewegte Vergangenheit des Ortes, den die Nazis für die Errichtung des riesigen Gauforums schliffen und aufschütteten, soll in den Plänen aufgearbeitet werden.

Fotos: So soll das Umfeld des neuen Bauhausmuseums aussehen

"Platz im Platz" weist Richtung zum Museum

Zentrales Gestaltungsmotiv ist laut Hügle ein "Platz im Platz". Dieser soll etwas tiefer gelegt mit zahlreichen Mäuerchen und Sitzstufen zum Verweilen einladen, Bäume beschatten den Platz und sorgen für gemütliches Ambiente. "Das Ziel ist, einen Ort zu gestalten, den man gerne aufsucht. Wir wollen die Aufenthaltsqualität steigern", so Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD). Dafür soll auch ein Kiosk sorgen, der gleich zu Beginn des Platzes neben dem Landesverwaltungsamt errichtet werden soll.

Durch Hohlwege zum Museum

Vom Weimarhallenpark her führen sogenannte Hohlwege zum Museum, die die Höhenunterschiede "entspannt und elegant überwinden" sollen, so Hügele. Vom Westen und Osten ist das Museum laut Gestalter auch barrierefrei erreichbar. Ein Baumgürtel soll den Park bis zum Museum verlängern, das Gras links und rechts des Weges soll naturnah hoch wachsen.

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"Bunt durch Menschen"

Nur den Platz selbst, mit gefärbtem Asphalt und Granit gestaltet, findet eine der zur Vorstellung gekommenen Bürgerinnen etwas trist. "Wir hoffen, dass der Platz durch Menschen bunt wird", so Klassikstiftung-Präsident Hellmut Seemann. Und dafür bietet der Platz viel Raum, schließlich wird er nach Fertigstellung der größte in Weimar sein, gleich doppelt so groß wie der Herderplatz.

Außenanlagen sollen pünktlich fertig werden

Was Zeitplan und Kosten angeht, bleiben Stadt und Stiftung zuversichtlich. Das Museum soll zum 100. Bauhaus-Geburtstag 2019 eröffnet werden und die 22,6 Millionen Euro fertig in den Bau investiert sein. Besonders die Arbeiten am nördlichen Teil des Platzes, wo bereits in der Vergangenheit einiges an Altlasten entfernt werden musste, würden sich allerdings wohl noch am längsten hinziehen. Trotzdem glauben die Bauherren, den Eröffnungstermin halten zu können. "Die Qualität dieses Museums steht und fällt auch mit den Außenanlagen", so Seemann.

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