Bürger im Namen des Volkes gesucht: Wer möchte Schöffe werden?

Gerecht wie Justitia - nun haben Bürger wieder die Möglichkeit sich am Strafrecht aktiv zu beteiligen.
Gerecht wie Justitia - nun haben Bürger wieder die Möglichkeit sich am Strafrecht aktiv zu beteiligen.
Foto: dpa
  • Weimar sucht Schöffen
  • Stadt nimmt Bewerbungen und Vorschläge entgegen
  • Anträge ab 15. Januar im Rathaus erhältlich

Im Frühjahr 2018 werden bundesweit neue Schöffen gewählt. Die Stadt Weimar ruft deswegen interessierte Bürger dazu auf, für die kommende Wahl zu kandidieren.

Richter sein im Ehrenamt

Schöffen wirken als ehrenamtliche Richter in Hauptverfahren von Strafprozessen und sind neben den Berufsrichtern gleichberechtigt an Entscheidungen beteiligt. Eine Amtsperiode dauert fünf Jahre und beginnt zum 1. Januar nach der Wahl. Zwar ist das Ehrenamt unentgeltlich, der Arbeitnehmer ist aber per Gesetz von seiner Arbeit freizustellen, sobald er berufen wird.

"Freude am Recht und Menschenverstand"

Grundsätzlich kann jeder mit deutscher Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 25 und 70 Jahren das Amt als Schöffe übernehmen. Ausnahmen gelten etwa für Vorbestrafte oder erkrankte Personen. Eine besondere Qualifikation wird nicht vorausgesetzt. „Freude am Recht und ein gesunder Menschenverstand sollten jedoch vorhanden sein“, heißt es dazu aus dem Thüringer Justizministerium.

Schöffenwahl im Frühjahr

Bis zum 16. März nimmt das Büro des Stadtrates Bewerbungen für das Ehrenamt entgegen. Vorab können sich Interessierte ab dem 15.Januar im Rathaus am Herderplatz über das Amt informieren und dort entsprechende Anträge erhalten, um sich in die Wahllisten eintragen zu lassen.